Allgemeine Geschäftsbedingungen für Verkauf Lieferung und Service

Ingross Innovative Gastro-Technik GmbH

Deutsche Fassung vom 5. Oktober 2026

1 Anbieter und Geschäftskunden

1.1 Anbieter ist die Ingross Innovative Gastro-Technik GmbH, Via Principale 13A, CH-7742 Poschiavo, Schweiz, nachfolgend «Ingross». Website: https://gastro-ingross.ch. E-Mail: [email protected]. Telefon: +41 81 834 62 34. Mehrwertsteuer- und UID-Nummer: CHE-480.581.416.

1.2 Die Angebote von Ingross richten sich ausschliesslich an Unternehmen, Selbstständigerwerbende, Institutionen und andere Kunden, die im Rahmen ihrer beruflichen, gewerblichen oder institutionellen Tätigkeit einkaufen. Sie sind nicht für Einkäufe für den persönlichen oder familiären Gebrauch bestimmt.

1.3 Mit der Bestellung erklärt der Kunde, dass der Einkauf für diese Tätigkeit erfolgt. Er macht wahrheitsgemässe und vollständige Angaben zur Vertragspartei, zur ausgeübten Tätigkeit sowie zur Rechnungs- und Lieferadresse. Wer für ein Unternehmen oder eine Institution handelt, muss zu deren Vertretung berechtigt sein. Ingross kann vor Annahme der Bestellung die zur Überprüfung dieser Angaben angemessenen Informationen oder Unterlagen verlangen.

1.4 Ingross kann vor Vertragsabschluss Bestellungen für den privaten Gebrauch oder Bestellungen, deren geschäftlicher Zweck nicht überprüft werden kann, ablehnen. Bereits eingegangene Zahlungen für eine abgelehnte Bestellung werden gemäss Artikel 3 vollständig zurückerstattet.

1.5 Sollte ein Vertrag dennoch rechtlich als Konsumentenvertrag einzustufen sein, gelten diese Bedingungen nur im gesetzlich zulässigen Umfang. Die Erklärung eines geschäftlichen Verwendungszwecks beinhaltet keinen Verzicht auf zwingende Rechte. Insbesondere gehen gegebenenfalls anwendbare zwingende Vorschriften über Gewährleistung, missbräuchliche Geschäftsbedingungen, Haftung, Gerichtsstand und anwendbares Recht vor.

 

2 Geltungsbereich und Vertragsunterlagen

2.1 Diese Bedingungen, auch als AGB bezeichnet, regeln Verkäufe, Lieferungen und Dienstleistungen von Ingross, die online, per E-Mail, telefonisch oder mittels individueller Offerte vereinbart werden. Sie werden dem Kunden vor Vertragsabschluss zur Verfügung gestellt und werden bei Annahme Bestandteil des Vertrags.

2.2 Vorbehaltlich zwingender gesetzlicher Bestimmungen gehen individuelle Vereinbarungen vor, die beide Parteien ausdrücklich angenommen haben. Danach gelten die konkret vereinbarten Merkmale der Produkte und Dienstleistungen sowie für nicht geregelte Punkte diese AGB. Enthält eine Bestätigung wesentliche Änderungen gegenüber der Bestellung, bedürfen diese der Annahme durch den Kunden.

2.3 Die Seiten der Website zu Lieferung, Gewährleistung, Rücksendungen, Zahlungen und häufigen Fragen erläutern das Angebot und die Abläufe. Sie können weder zugesagte Leistungen einschränken noch einen bereits geschlossenen Vertrag einseitig ändern. Die in der Bestellung einbezogenen spezifischen Angaben sind in der beim Kauf zur Verfügung gestellten Fassung Bestandteil der Vereinbarung.

2.4 Bedingungen des Kunden oder Dritter gelten nur, wenn Ingross ihnen ausdrücklich zustimmt. Die AGB der Hersteller und Lieferanten von Ingross gelten nicht automatisch im Verhältnis zum Kunden. Allfällige zusätzliche Herstellergarantien sind von den Verpflichtungen von Ingross zu unterscheiden.

 

3 Angebote Bestellungen und Vertragsabschluss

3.1 Die Darstellung von Produkten im Onlineshop stellt eine Einladung zur Bestellung dar. Die Bestellung des Kunden ist ein Kaufangebot. Vor dem Absenden kann der Kunde Produkte, Mengen, Adressen und gewählte Optionen prüfen und berichtigen. Individuelle Offerten gelten für die darin angegebene Dauer und zu den darin genannten Bedingungen.

3.2 Die automatische E-Mail zur Bestätigung des Bestelleingangs stellt für sich allein keine Annahme dar. Der Vertrag kommt zustande, sobald Ingross die Annahme der Bestellung ausdrücklich bestätigt oder den erfolgten Versand mitteilt und mit der Ausführung der Lieferung beginnt. Bei Dienstleistungen kann die Annahme auch durch den vom Kunden gewünschten Beginn der Ausführung erfolgen, nachdem ihm Bedingungen und Kosten mitgeteilt wurden.

3.3 Die Autorisierung oder Belastung einer Zahlung stellt für sich allein weder eine Verfügbarkeitsbestätigung noch eine Annahme der Bestellung dar. Ingross teilt allfällige Hindernisse, wesentliche Fehler oder eine Ablehnung unverzüglich mit. Wird die Bestellung nicht angenommen, hebt Ingross die Zahlungsautorisierung auf oder veranlasst innerhalb von 14 Tagen nach Mitteilung der Ablehnung die vollständige Rückerstattung ohne Stornogebühren. Die Dauer bis zur Gutschrift hängt vom Zahlungssystem ab.

3.4 Bei einem erkennbaren Fehler in Preis, Beschreibung oder Verfügbarkeit informiert Ingross den Kunden. Ein anderer Preis oder ein anderes Produkt bedarf einer erneuten Zustimmung; Schweigen gilt nicht als Zustimmung. Bei bereits geschlossenen Verträgen bleiben die gesetzlichen Rechtsbehelfe bei wesentlichem Irrtum vorbehalten.

3.5 Der Kunde bewahrt Bestellung, Bestätigung, Rechnung und die angenommene Fassung der AGB auf. Änderungen einer bereits angenommenen Bestellung bedürfen einer Vereinbarung und können Preis- oder Terminänderungen zur Folge haben. Diese sind vor ihrer Umsetzung mitzuteilen und anzunehmen.

 

4 Produkte und technische Anforderungen

4.1 Massgebend sind das Modell, die Eigenschaften und das Zubehör, die in der angenommenen Offerte oder in der in die Bestellung einbezogenen Produktbeschreibung ausdrücklich aufgeführt sind. Anwendungsbilder und lediglich zur Veranschaulichung abgebildetes Zubehör erweitern den Lieferumfang nicht. Ingross ersetzt ein Produkt nicht ohne Zustimmung des Kunden durch ein anderes Modell.

4.2 Vor der Bestellung prüft der Kunde, auf Wunsch mit Unterstützung von Ingross, die für den Einsatz erforderlichen Abmessungen, Zugänge, Verwendungszwecke, Kapazitäten, Spannungen, Leistungen, Versorgungsanschlüsse, Abflüsse, Belüftung und Wasserbedingungen. Er teilt besondere Projektanforderungen und Angaben zum Aufstellort mit, die Ingross nicht kennen kann.

4.3 Für Anschlüsse oder Arbeiten, die Fachkenntnisse voraussetzen, setzt der Kunde qualifiziertes Personal ein. Ingross bleibt für die Richtigkeit der eigenen Angaben, zugesicherte Eigenschaften sowie die tatsächlich vereinbarten Beratungs-, Prüfungs- oder Planungsleistungen verantwortlich.

4.4 Bei kundenspezifischen Produkten, Sonderkonfigurationen und Projekten müssen Zeichnungen, Masse und Spezifikationen vor Produktionsbeginn bestätigt werden. Spätere Änderungen werden gesondert geprüft; ihre Auswirkungen auf Kosten und Termine werden mitgeteilt.

 

5 Preise und Steuern

5.1 Die Preise sind in Schweizer Franken angegeben. Im Onlineshop und in diesen AGB verstehen sich die Beträge einschliesslich schweizerischer Mehrwertsteuer, sofern nicht ausdrücklich «exkl. MWST» oder «netto» angegeben ist. Offerten für Geschäftskunden können Nettobeträge ausweisen, sofern Mehrwertsteuer und Gesamtbetrag klar ersichtlich sind.

5.2 Der Nettowarenwert entspricht dem Preis der Produkte nach Abzug von Rabatten, ohne Mehrwertsteuer, Transport und Dienstleistungen. Transportkosten, Optionen und Zuschläge werden vor der Bestellung oder in einer anzunehmenden Offerte ausgewiesen. Zusätzliche Leistungen werden nicht allein deshalb verrechnet, weil sie in diesen AGB grundsätzlich vorgesehen sind.

5.3 Preise können für zukünftige Bestellungen geändert werden. Für einen bereits geschlossenen Vertrag gelten die vereinbarten Preise; allfällige Anpassungen bedürfen einer besonderen vertraglichen Grundlage oder einer neuen Vereinbarung.

5.4 Bei Ausfuhren richtet sich die Behandlung der schweizerischen Mehrwertsteuer nach den gesetzlichen Voraussetzungen und Nachweisen. Zölle, Einfuhrsteuern, Verzollungskosten und Kosten im Bestimmungsland trägt der Kunde, sofern nichts anderes vereinbart wurde. Die Zuständigkeit für Formalitäten und die Aufteilung der Kosten werden vor Annahme der Auslandslieferung festgelegt.

 

6 Zahlungen Rechnungsstellung und Leasing

6.1 Verfügbar sind ausschliesslich die für die jeweilige Bestellung tatsächlich angebotenen und für den betreffenden Kunden zulässigen Zahlungsarten. Die besonderen Bedingungen des Zahlungsdienstleisters gelten für dessen Dienstleistung, ohne die Verpflichtungen von Ingross aus dem Kaufvertrag zu ersetzen.

6.2 Bei Vorauszahlung beginnen die von der Zahlung abhängige Beschaffung und der Versand nach Eingang des vereinbarten Betrags. Der Kunde erhält die Zahlungsanweisungen und den Zahlungstermin. Anzahlungen oder Teilzahlungen nach Projektfortschritt für Projekte und Sonderprodukte müssen in der angenommenen Offerte vorgesehen sein.

6.3 Bei Karten und TWINT verwendet der Kunde ein Zahlungsmittel, zu dessen Nutzung er berechtigt ist. Autorisierung, Belastung und allfällige Rückerstattung richten sich nach der Funktionsweise des gewählten Dienstes. Ingross belastet dem Kunden bei einer Rückerstattung nicht automatisch die eigenen Bank- oder Zahlungsdienstleistergebühren.

6.4 Zahlung auf Rechnung ist für öffentliche Institutionen und ausdrücklich zugelassene Kunden verfügbar. Sofern nichts anderes vereinbart wurde, beträgt die Zahlungsfrist 15 Tage ab Rechnungsdatum. Der Zuschlag von 5% für diese Zahlungsart gilt nur, wenn er mit dem entsprechenden Betrag vor Vertragsabschluss ausgewiesen und angenommen wurde. Er gilt nicht automatisch für Klarna oder Leasing.

6.5 Allfällige erforderliche Bonitätsprüfungen erfolgen unter Beachtung des Datenschutzrechts und der Datenschutzerklärung von Ingross, auch über Creditreform oder einen anderen dem Kunden genannten Dienstleister. Die Gewährung eines Zahlungsaufschubs kann vor Vertragsabschluss abgelehnt werden.

6.6 Bei einer unmittelbar Ingross geschuldeten Forderung ist bei Eintritt des gesetzlichen Verzugs ein Verzugszins von 5% pro Jahr geschuldet. Weitere Inkassokosten sind nur im gesetzlich zulässigen Umfang und bei entsprechender Begründung geschuldet. Für Forderungen des Zahlungsdienstleisters gelten die Bedingungen des betreffenden Rechtsverhältnisses; eine doppelte Belastung erfolgt nicht. Anerkannte Zahlungsaussetzungen im Rahmen von Streitverfahren und berechtigte Einwendungen des Kunden bleiben vorbehalten.

6.7 Bei ausbleibender Zahlung kann Ingross die gesetzlichen Rechtsbehelfe ausüben, einschliesslich einer Aussetzung von Leistungen, sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind und der Kunde darüber informiert wird. Eine Beanstandung lässt unbestrittene Forderungen nicht automatisch entfallen; die Nichtzahlung führt für sich allein nicht zum Verlust sämtlicher Gewährleistungsrechte.

6.8 Leasinganfragen sind für Unternehmen vorgesehen, die seit mindestens zwei Jahren tätig sind, und für Bestellungen ab CHF 5’000. Die Bearbeitung setzt die vorherige Annahme einer Gebühr von CHF 150 voraus, die vor Beginn der Bearbeitung zu bezahlen ist. Nach tatsächlichem Beginn der Bearbeitung vergütet diese Gebühr den geleisteten Aufwand und bleibt auch bei Ablehnung der Finanzierung geschuldet. Wird die Bearbeitung nicht begonnen, wird sie zurückerstattet.

6.9 Die Bewilligung und die Bedingungen des Leasings hängen von der Finanzierungsgesellschaft ab. Die Anfrage allein gewährleistet keine Finanzierung. Wurde der Kauf ausdrücklich von der Leasingbewilligung abhängig gemacht, wird die Bestellung bei deren Ablehnung nicht automatisch zu einem Kauf gegen sofortige Zahlung. Ein allfälliger alternativer Kauf bedarf einer neuen Vereinbarung.

 

7 Verfügbarkeit und Lieferzeiten

7.1 Ein bestellbarer Artikel befindet sich nicht zwingend im Lager von Ingross. Die Lieferung kann aus einem Hersteller- oder Lieferantenlager erfolgen oder eine Produktion beziehungsweise Beschaffung nach der Bestellung erfordern.

7.2 Die in Produktbeschreibungen und auf der Seite «Lieferzeiten» genannten Zeiten sind Schätzungen, sofern nicht ausdrücklich ein verbindlicher Termin vereinbart wurde. Die Bereitstellungs- oder Versandzeit entspricht nicht dem Ankunftsdatum. Als Arbeitstage gelten Montag bis Freitag, ausgenommen die am jeweiligen Leistungsort geltenden Feiertage.

7.3 Die Schätzungen setzen die Verfügbarkeit des Produkts und die Erfüllung der für die Lieferung notwendigen Mitwirkungspflichten des Kunden voraus, etwa Vorauszahlung, Bestätigung von Spezifikationen und Angaben zur Anlieferung. Ingross informiert den Kunden zeitnah über wesentliche Änderungen und teilt nach Möglichkeit eine neue Schätzung mit.

7.4 Ist ein Termin für den Betrieb des Kunden wesentlich, muss dies vor der Bestellung mitgeteilt und ausdrücklich vereinbart werden. Die Rechte bei Lieferverzug richten sich nach dem Vertrag und dem Gesetz, einschliesslich der Ansetzung einer angemessenen Nachfrist, soweit erforderlich.

7.5 Wurde der Liefertermin nicht ausdrücklich als verbindlich vereinbart und verzögert sich die Lieferung, fordert der Kunde Ingross auf, die Leistung innerhalb einer angemessenen Nachfrist zu erbringen. Bei der Bemessung dieser Nachfrist sind die Art des Produkts, die Verfügbarkeit beim Hersteller und die Umstände der Lieferung zu berücksichtigen. Erfolgt die Lieferung nicht innerhalb der Nachfrist, kann der Kunde den noch nicht gelieferten Teil der Bestellung stornieren. Bei einer berechtigten Stornierung aufgrund eines von Ingross zu vertretenden Verzugs fallen die in Artikel 12 vorgesehenen Kosten nicht an. Für Produkte, die speziell für den Kunden hergestellt, konfiguriert oder beschafft werden, können längere Lieferzeiten vereinbart werden. Vorbehalten bleiben die gesetzlichen Rechte bei einem verbindlichen oder wesentlichen Termin sowie bei endgültiger Unmöglichkeit der Leistung.

7.6 Wird eine Lieferung endgültig unmöglich, informiert Ingross den Kunden und erstattet die für nicht erbrachte Leistungen bezahlten Beträge zurück. Bei einer berechtigten Stornierung nach diesem Artikel fallen weder Stornogebühren noch Rücksendungsgebühren an. Der Kunde muss keinen Gutschein anstelle einer Rückerstattung akzeptieren. Die Rückerstattung wird innerhalb von 14 Tagen nach der Stornierung veranlasst.

7.7 Aussergewöhnliche, von der betroffenen Partei nicht zu vertretende Ereignisse können im gesetzlichen Rahmen einen Aufschub für ihre tatsächliche Dauer rechtfertigen. Die betroffene Partei informiert die andere Partei und begrenzt die Folgen. Eine Lieferantenverzögerung stellt nicht automatisch höhere Gewalt dar. Ein Recht, Zahlungen für nicht gelieferte Ware auf unbestimmte Zeit zurückzubehalten, ist nicht vorgesehen. Die Haftung richtet sich nach Artikel 19.

 

8 Versand Lieferkosten und Gefahrübergang

8.1 Standardlieferungen in der Schweiz erfolgen per Paketdienst oder Lastwagen bis zum für das Fahrzeug zugänglichen Abladeort an der vereinbarten Adresse. Transport ins Gebäude oder auf die Etage, Montage, Anschluss, Inbetriebnahme und Abholung eines Altgeräts sind nicht enthalten, sofern sie nicht ausdrücklich eingeschlossen wurden. Eine Lieferung nur bis zur Talstation oder an einen anderen Ort als die Kundenadresse muss vor der Bestellung vereinbart werden.

8.2 Sofern keine abweichenden Kosten ausdrücklich vereinbart wurden, gelten für Standardlieferungen die folgenden Tarife. Die Freigrenze bezieht sich auf den Warenwert und die kostenlose Standardlieferung; besondere Leistungen bleiben separat.

Leistung

Tarif

Standardlieferung in der Schweiz ab CHF 990 Nettowarenwert

Kostenlos

Postpaket bis 30 kg unterhalb der Freigrenze

CHF 20 pro Paket

Lieferung per Lastwagen unterhalb der Freigrenze

CHF 120 pro Sendung

Postexpress bis 30 kg bei bestätigter Verfügbarkeit

CHF 30 pro Paket

Zusätzliche vom Kunden verursachte Wartezeit

CHF 1.70 pro Minute

Vom Kunden verursachter erfolgloser Zustellversuch

CHF 30

Aus einem vom Kunden zu vertretenden Grund erforderlicher zweiter Zustellversuch

CHF 90

 

8.3 Express, telefonische Avisierung, Zeitfenster und bestimmte Termine sind nur verfügbar, wenn sie für den jeweiligen Ort und Dienst bestätigt wurden. Eine telefonische Avisierung gewährleistet keine minutengenaue Ankunft. Eine Zustellung bis 09.00 Uhr oder an einem bestimmten Tag wird ohne ausdrückliche Bestätigung nicht zugesagt.

8.4 Der Kunde stellt den Zugang und die Anwesenheit einer zur Warenannahme berechtigten Person im vereinbarten Zeitfenster sicher. Wartezeiten und erfolglose Zustellversuche werden dokumentiert und nur im tatsächlich vom Kunden verursachten Umfang verrechnet, ohne denselben Aufwand doppelt zu belasten. Ingross teilt die absehbaren Kosten weiterer Leistungen vor deren Ausführung mit.

8.5 Teillieferungen sind zulässig, wenn sie für den Kunden zumutbar sind. Sie führen nicht zu zusätzlichen Transportkosten gegenüber den vereinbarten Kosten, ausser wenn der Kunde sie verlangt und den Zuschlag angenommen hat.

8.6 Im Geschäftsverkehr mit professionellen Kunden und soweit nichts anderes vereinbart wurde, geht bei einem von Ingross organisierten Versand die Gefahr des zufälligen Untergangs oder der zufälligen Beschädigung mit der Übergabe der Ware an den Frachtführer auf den Kunden über. Umfasst die erworbene Leistung ausdrücklich den Transport in das Gebäude, auf eine Etage, die Positionierung oder die Installation, verbleibt die Gefahr für diese Arbeiten bis zur Übergabe am vereinbarten Ort bei Ingross. Bei Abholung oder bei einem vom Kunden selbstständig beauftragten Frachtführer geht die Gefahr mit der Übernahme durch den Kunden oder dessen Frachtführer über. Ingross bleibt für die von ihr ausgeführte Verpackung und Verladung verantwortlich und leistet, wenn sie den Transport beauftragt hat, die angemessene Unterstützung bei der Bearbeitung von Transportschäden und Ansprüchen gegenüber dem Frachtführer. Diese Bestimmung schränkt die Rechte wegen Mängeln oder Vertragswidrigkeiten, die bereits beim Gefahrübergang bestanden, nicht ein.

8.7 Auslandslieferungen, Sondertransporte und Ziele mit besonderen Zugangsbedingungen bedürfen einer individuellen Bestätigung. Rücktransport- oder Lagerkosten infolge einer ungerechtfertigten Annahmeverweigerung oder der Nichterfüllung von dem Kunden zugewiesenen Formalitäten können verrechnet werden, wenn sie dokumentiert und gerechtfertigt sind. Zusatzleistungen im Ausland müssen ausdrücklich vereinbart werden.

 

9 Warenannahme Prüfung und Transportschäden

9.1 Der Kunde prüft zeitnah Mengen, Identität der Produkte, Verpackungen und erkennbare Mängel. Sichtbare Schäden sind dem Transporteur zu melden und nach Möglichkeit vor der Unterschrift auf dem Lieferschein zu vermerken. Fotos von Verpackung, Etikett und Schaden erleichtern eine rasche Bearbeitung.

9.2 Mengenabweichungen, falsch gelieferte Artikel und bei einer üblichen Prüfung erkennbare Mängel sind Ingross unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von fünf Kalendertagen nach Empfang zu melden. Anfänglich nicht erkennbare Mängel sind unverzüglich nach ihrer Entdeckung zu melden. Zwingende Fristen und die besondere Regelung in Artikel 17 bleiben vorbehalten.

9.3 Das Fehlen eines Vorbehalts gegenüber dem Transporteur oder eines Schadenprotokolls schliesst nicht automatisch sämtliche Rechte gegenüber Ingross aus. Eine verspätete Prüfung oder Mängelrüge kann jedoch nach dem Gesetz zum Verlust von Rechten führen und den Schadensnachweis erschweren. Die Unterschrift bei der Lieferung gilt nicht als Genehmigung verborgener Mängel.

9.4 Für eine Meldung genügt eine zuordenbare Mitteilung mit Bestell- oder Rechnungsnummer, einer Beschreibung des Problems und, sofern vorhanden, Fotos, Modell und Seriennummer. Das Fehlen eines Formulars, einer Fallnummer oder einer Rücksendegenehmigung steht einer rechtzeitigen Mängelrüge nicht entgegen. Verpackungen und Produkte sind aufzubewahren, soweit dies für die Abklärungen vernünftigerweise erforderlich ist.

9.5 Der Kunde verwendet ein Gerät nicht weiter, wenn dadurch der Schaden vergrössert oder die Sicherheit beeinträchtigt werden könnte, und kontaktiert Ingross für Anweisungen. Das Verfahren bei Mängeln ist von der freiwilligen Rückgabe korrekt gelieferter Ware zu unterscheiden.

 

10 Etagentransport Anschluss und technische Installation

10.1 Der Etagentransport umfasst ausschliesslich die Beförderung bis zum vereinbarten Aufstellort. Durchführbarkeit und Preis hängen von Abmessungen, Gewicht, Treppen, Aufzügen, Türen, Steigungen und Zugänglichkeit ab. Der Kunde teilt diese Angaben vor der Bestätigung mit. Krane, Hebegeräte, zusätzliches Personal und andere besondere Hilfsmittel bedürfen einer gesonderten Vereinbarung.

10.2 Planzer Homeservice oder ein gleichwertiger Dienst umfasst bei geeigneten Geräten ausschliesslich den Transport und die ausdrücklich gebuchten einfachen Montage- oder Anschlussarbeiten. Ein Einschalten zur Kontrolle entspricht keiner spezialisierten technischen Inbetriebnahme. Die Mitnahme der Verpackung und weitere Arbeiten sind nur enthalten, wenn sie in der gebuchten Leistung aufgeführt sind.

10.3 Die technische Installation professioneller Geräte ist eine eigenständige Leistung. Die Offerte bezeichnet die enthaltenen Arbeiten, beispielsweise Aufstellung, Anschluss an geeignete bestehende Installationen, Prüfung der technischen Voraussetzungen, Einstellungen, Reinigungsmitteldosierung, Wasseraufbereitung, Funktionsprüfung und Einweisung des Benutzers. Nicht alle diese Arbeiten sind automatisch bei jedem Einsatz eingeschlossen.

10.4 Elektro-, Sanitär-, Bau-, Lüftungs- und Kältearbeiten, Änderungen an bestehenden Installationen, zusätzliche Materialien und Demontagen sind nicht enthalten, sofern sie nicht ausdrücklich angeboten wurden. Der Liefertermin stellt nicht automatisch einen Installationstermin dar.

10.5 Der Kunde stellt Aufstellort, Versorgungsanschlüsse und Zugänge entsprechend den vereinbarten Voraussetzungen bereit. Treten Hindernisse oder unsichere Bedingungen auf, können die Arbeiten unterbrochen werden. Ingross informiert den Kunden und vereinbart zusätzliche Arbeiten und Kosten, bevor sie ausgeführt werden. Vorbehalten bleiben dringende Massnahmen, die zur Abwehr einer unmittelbaren Gefahr erforderlich sind.

10.6 Ingross kann beauftragte Transportunternehmen und Techniker einsetzen. Wurde die Dienstleistung von Ingross verkauft, bleibt Ingross der vertragliche Ansprechpartner. Allein der Umstand, dass ein Dritter die Arbeiten ausführt, führt nicht zu einem allgemeinen Haftungsausschluss. Für Dienstleistungen, die der Kunde unmittelbar bei Dritten beauftragt, gilt der jeweilige Vertrag.

 

11 Abholung und Entsorgung von Altgeräten

11.1 Die Abholung beim Kunden ist eine zusätzliche Logistikleistung. Sie muss unter Angabe von Art, Gewicht, Abmessungen und Standort des Altgeräts gebucht werden. Das Gerät muss entleert, zugänglich und transportbereit sein. Abtrennung und Demontage sind gesonderte Leistungen, sofern sie nicht ausdrücklich eingeschlossen wurden.

11.2 Der Basistarif für den Transport zur Sammelstelle beträgt, soweit anwendbar und bestätigt, CHF 120. Erschwerte Zugänge, besondere Transportarbeiten und andere zulässige Kosten werden vor dem Einsatz ausgewiesen und vereinbart.

11.3 Gesetzliche Pflichten zur kostenlosen Rücknahme von Elektro- und Elektronikgeräten, die für das Sortiment von Ingross gelten, bleiben vorbehalten. Die kostenlose Rücknahme an einer vereinbarten Annahmestelle umfasst nicht automatisch die Abholung beim Kunden. Muss die Rücknahme kostenlos erfolgen, wird bei der Rückgabe weder eine doppelte Recyclinggebühr noch eine pauschale «TAR» erhoben. Allfällige Kosten für Waren, die nicht unter diese Rücknahmepflichten fallen, werden gesondert ausgewiesen.

 

12 Stornierung und Änderung angenommener Bestellungen

12.1 Nach Vertragsabschluss bedarf eine Stornierung wegen Meinungsänderung oder einer Fehlentscheidung des Kunden der Zustimmung von Ingross. Davon zu unterscheiden sind Rechte zur Stornierung oder Vertragsauflösung wegen Verzugs, Unmöglichkeit, Mängeln oder aus anderen gesetzlich oder vertraglich anerkannten Gründen. Für diese Fälle gelten die Kosten einer freiwilligen Stornierung nicht.

12.2 Bei einer von Ingross vor dem Versand akzeptierten freiwilligen Stornierung können folgende Kosten berechnet werden:

a. für ein Standardprodukt, das nicht speziell für den Kunden beschafft wurde: CHF 50 pro stornierter Bestellung;

b. für ein Produkt, das speziell für den Kunden beschafft und vor Vertragsschluss als solches bezeichnet wurde: 20 % des Nettowarenwerts der stornierten Artikel, mindestens jedoch CHF 50. Weist Ingross höhere, nicht rückforderbare Beschaffungs-, Stornierungs-, Rückgabe- oder sonstige Verpflichtungskosten nach, treten diese dokumentierten Kosten an die Stelle der Pauschale und sind höchstens bis zum Nettowarenwert der betroffenen Artikel geschuldet;

c. für massgefertigte Produkte, kundenspezifische Änderungen oder bereits begonnene Projekte: die Kosten der bereits ausgeführten Arbeiten und der nicht rückforderbaren Verpflichtungen, abzüglich der infolge der Stornierung eingesparten Kosten.

Die Mehrwertsteuer wird nur hinzugerechnet, wenn sie aufgrund der Art des betreffenden Betrags geschuldet ist. 

12.3 Die in Artikel 12.2 genannten Beträge dürfen für dieselben Kosten oder Artikel nicht kumuliert werden. Allein der Umstand, dass sich ein Produkt nicht im Lager von Ingross befindet, macht es nicht automatisch zu einem speziell für den Kunden beschafften Produkt. Kosten, welche die Pauschale übersteigen, müssen dokumentiert werden. Bank-, Kreditkarten- oder Zahlungsdienstleistergebühren werden nicht pauschal zusätzlich verrechnet.

12.4 Die Stornierung von Massanfertigungen, kundenspezifischen Konfigurationen, Einrichtungen, Installationen oder bereits begonnenen Projekten bedarf der Zustimmung von Ingross. Bei der Abrechnung werden die bereits ausgeführten Arbeiten, bestellten oder bearbeiteten Materialien, nicht stornierbare Verpflichtungen gegenüber Dritten und sonstige nicht rückforderbare Kosten berücksichtigt. Die durch die Stornierung eingesparten Kosten werden abgezogen. Ingross legt eine nachvollziehbare Abrechnung vor. Vorbehalten bleiben die gesetzlichen Bestimmungen für den betreffenden Vertrag und die Befugnis des Gerichts, übermässige Konventionalstrafen herabzusetzen.

12.5 Ingross stellt dem Kunden die Stornierungsabrechnung zu und erstattet einen allfälligen Überschuss über das ursprünglich verwendete Zahlungsmittel. Ein Einkaufsgutschein wird nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Kunden ausgestellt und bei Zahlungen über Klarna nur dann, wenn dies mit dem Verfahren und den Bedingungen des Zahlungsdienstleisters vereinbar ist.

 

13 Freiwillige Rückgabe korrekt gelieferter Ware

13.1 Für Käufe, die schweizerischem Recht unterliegen, besteht kein allgemeines und uneingeschränktes Widerrufsrecht wegen Meinungsänderung. Ingross kann, ohne dazu verpflichtet zu sein, eine innerhalb von 14 Kalendertagen nach Erhalt der Ware eingereichte freiwillige Rückgabeanfrage akzeptieren. Die Anfrage begründet noch kein Recht auf Rückgabe. Eine Rücksendung ist nur nach schriftlicher Genehmigung durch Ingross und unter den Bedingungen dieses Artikels zulässig. Rechte wegen Mängeln, Falschlieferungen, Transportschäden oder anderer Vertragsverletzungen bleiben unberührt.

13.2 Die Anfrage ist unter Angabe der Bestell- oder Rechnungsnummer, des Produkts, der Menge und des Rückgabegrundes an [email protected] zu senden. Die Standard-Rücksendeadresse lautet:

Ingross Innovative Gastro-Technik GmbH
Via Principale 13A
CH-7742 Poschiavo
Schweiz

Die Ware darf erst nach der schriftlichen Genehmigung durch Ingross versendet werden. Bei grossen Geräten, direkt vom Hersteller versandten Produkten oder anderen besonderen Fällen kann die Rücksendegenehmigung eine andere Rücksendeadresse und besondere Transportanweisungen enthalten. Die Ware muss innerhalb von 14 Tagen nach der Genehmigung versandt werden, sofern keine andere Frist vereinbart wurde. Produkte dürfen ohne Anweisung von Ingross nicht direkt an den Hersteller geschickt werden.

13.3 Die Produkte müssen unbenutzt, nicht installiert, vollständig und einschliesslich sämtlicher Zubehörteile, Unterlagen und Bestandteile in einem als neu wiederverkaufsfähigen Zustand zurückgesendet werden. Die Originalverpackung muss für den Transport geeignet sein. Eine zur Kontrolle des Inhalts notwendige Öffnung führt nicht allein zur Ablehnung der Rückgabe, sofern das Produkt nicht benutzt, installiert oder beschädigt und die Verpackung nicht über das für die Öffnung erforderliche Mass hinaus beeinträchtigt wurde.

13.4 Von der freiwilligen Rückgabe ausgeschlossen sind Massanfertigungen und personalisierte Produkte, korrekt gelieferte elektronische Ersatzteile, vom Kunden benutzte oder bereits in Betrieb genommene Artikel sowie Produkte mit geöffnetem Siegel, sofern dieses für Hygiene, Sicherheit oder Haltbarkeit erforderlich ist. Ein zusätzlicher Ausschluss für ein bestimmtes Produkt muss vor Vertragsabschluss mitgeteilt werden. Der Ausschluss der freiwilligen Rückgabe bedeutet keinen Ausschluss der Gewährleistung für Mängel.

13.5 Bei einer akzeptierten freiwilligen Rückgabe behält Ingross 20 % des Nettowarenwerts der zurückgesendeten Produkte, mindestens jedoch CHF 50, zuzüglich Mehrwertsteuer, sofern diese geschuldet ist. Der Abzug darf den Nettowarenwert der Produkte nicht übersteigen. Die Rücktransportkosten und die dem Kunden ursprünglich berechneten Versandkosten verbleiben beim Kunden. Ein ursprünglich kostenlos angebotener Versand wird nicht nachträglich belastet. Übersteigen die dokumentierten Rückgabe-, Wiederaufbereitungs- oder Logistikkosten die Pauschale, können sie nur berechnet werden, wenn sie in der Rücksendegenehmigung vor dem Versand beziffert und vom Kunden akzeptiert wurden. Bank- oder Zahlungsdienstleistergebühren werden nicht automatisch hinzugerechnet. Bei Klarna-Bestellungen muss jeder Abzug zudem über das anwendbare Klarna-Verfahren technisch und vertraglich zulässig sein.

13.6 Der Kunde verpackt die Ware angemessen, nutzt eine nachverfolgbare Versandart und bewahrt den Versandnachweis auf. Bei einer freiwilligen Rückgabe trägt er das Risiko des von ihm organisierten Transports bis zum Eingang an der genehmigten Rücksendeadresse. Allfällige Schäden, fehlende Teile oder abweichende Zustände werden dokumentiert und vor Festlegung des Saldos mitgeteilt. Es erfolgen keine willkürlichen Abzüge.

13.7 Nach Eingang und Prüfung einer ordnungsgemässen Rücksendung veranlasst Ingross innerhalb von 14 Tagen die geschuldete Rückerstattung über das ursprünglich verwendete Zahlungsmittel und stellt eine Abrechnung über allfällige Abzüge zur Verfügung. Ein Einkaufsgutschein darf die Rückerstattung nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Kunden ersetzen. Für über Klarna bezahlte Bestellungen gilt ausschliesslich das Verfahren nach Artikel 14.

 

14 Zahlungen Rückgaben und Beanstandungen mit Klarna

14.1 Klarna steht nur zur Verfügung, wenn diese Zahlungsart im Bestellvorgang angezeigt und für den betreffenden Kunden sowie die betreffende Transaktion zugelassen wird. Es gelten die von Klarna während des Zahlungsvorgangs angezeigten Optionen, Voraussetzungen, Fristen und Bedingungen. Die Verfügbarkeit von Klarna ändert nichts daran, dass sich die Angebote von Ingross ausschliesslich an professionelle Kunden richten. B2B-Zahlungen über Klarna stehen nur zur Verfügung, soweit diese Funktion durch den Zahlungsdienstleister aktiviert und genehmigt wurde.

14.2 Bei jeder über Klarna bezahlten Bestellung muss der Kunde die Rückgabe gemäss Artikel 13 bei Ingross beantragen und die Rückgabe zusätzlich in der Klarna-App oder im Klarna-Kundenbereich melden. Dabei sind die Anweisungen des Zahlungsdienstleisters zu befolgen. Die Meldung an Klarna ersetzt weder die Rückgabeanfrage noch die Rücksendegenehmigung von Ingross. Die alleinige Mitteilung an Ingross führt nicht automatisch zur Aussetzung der Klarna-Rechnung oder der Klarna-Raten.

14.3 Der Kunde überprüft im Klarna-Kundenbereich den Rechnungsstatus, die Zahlungsfristen und die aktualisierten Beträge. Hat Klarna eine Zahlung im Rahmen des eigenen Verfahrens ausgesetzt, fordert Ingross den ausgesetzten Betrag nicht direkt vom Kunden. Der Kunde darf keine doppelten Zahlungen an Ingross und Klarna leisten und bezahlt nur die Beträge, die sich aus den aktualisierten Anweisungen des Zahlungsdienstleisters ergeben.

14.4 Nach Erhalt und Annahme der Rücksendung erfasst Ingross die vollständige oder teilweise Stornierung beziehungsweise Rückerstattung über die im Onlineshop verwendete Klarna-Integration oder über das Klarna Merchant Portal. Wurde die Bestellung noch nicht abgerechnet, storniert Ingross die Bestellung beziehungsweise gibt die Autorisierung im anwendbaren Umfang frei. Wurde die Bestellung bereits abgerechnet, erfasst Ingross die Rückerstattung und bezeichnet nach Möglichkeit die betroffenen Artikel und Beträge. Klarna aktualisiert anschliessend die Rechnung oder den Zahlungsplan beziehungsweise erstattet dem Kunden bereits bezahlte Beträge.

14.5 Eine für eine Klarna-Bestellung geschuldete Rückerstattung wird nicht direkt per Banküberweisung an den Kunden bezahlt und nicht einseitig durch einen Einkaufsgutschein ersetzt. Bearbeitungsgebühren und andere Abzüge für freiwillige Rückgaben dürfen nur vom Rückerstattungsbetrag abgezogen werden, wenn sie in diesen AGB vorgesehen, transparent mitgeteilt und nach dem anwendbaren Klarna-Verfahren zulässig sind. Steht eine besondere Funktion für Rückgabegebühren nicht zur Verfügung, erfasst Ingross eine Teilrückerstattung in Höhe des tatsächlich geschuldeten Betrags nur, wenn diese Vorgehensweise durch den Zahlungsdienstleister zugelassen ist. Andernfalls holt Ingross vor der Bearbeitung Anweisungen von Klarna ein. Doppelbelastungen sind ausgeschlossen.

14.6 Die Meldung einer Rückgabe oder Beanstandung an Klarna stellt für sich allein weder die Annahme der Rückgabe noch die Anerkennung eines Mangels oder eines Rückerstattungsanspruchs dar. Eine unterlassene Rückgabemeldung an Klarna lässt zwingende Mängelrechte nicht entfallen, kann jedoch die automatische Aussetzung der Zahlung verhindern. Ingross haftet nicht für Klarna-Zinsen, Mahnungen oder Kosten, die ausschliesslich dadurch entstehen, dass der Kunde die Anweisungen des Zahlungsdienstleisters nicht befolgt hat, es sei denn, die Folgen sind auf eine Verzögerung oder einen Fehler von Ingross zurückzuführen.

14.7 Bei einem über Klarna eröffneten Streitfall wirken beide Parteien am Verfahren mit und stellen die verfügbaren Informationen wie Rücksendegenehmigung, Versandnachweis, Sendungsverfolgung, Fotos und Empfangsbestätigung rechtzeitig zur Verfügung. Die Entscheidung von Klarna regelt das Zahlungsverhältnis mit dem Zahlungsdienstleister, beseitigt jedoch keine zwingenden Rechte und Pflichten aus dem Gesetz oder dem Kaufvertrag.

 

15 Gewährleistung für Produkte und Mängelrüge

15.1 Ingross haftet für Mängel und zugesicherte Eigenschaften nach den vereinbarten Bedingungen und dem anwendbaren Recht. Im Geschäftsverkehr mit professionellen Kunden gelten ab Ablieferung folgende Fristen:

a. neue Geräte und andere neue Produkte, ausgenommen separat verkaufte Ersatzteile: 24 Monate, sofern nicht vor Vertragsschluss im Produktblatt oder im angenommenen Angebot ausdrücklich eine andere, jedoch nicht unter 12 Monaten liegende Dauer angegeben wurde;

b. gebrauchte oder wiederaufbereitete Geräte, die als solche verkauft werden: 12 Monate;

c. separat und ohne Installation durch Ingross verkaufte neue Ersatzteile: 12 Monate.

Soweit gesetzlich zulässig, gelten diese Fristen zugleich als vereinbarte Verjährungsfristen für die entsprechenden Gewährleistungsansprüche. Eine abweichende Dauer darf nach Vertragsschluss nicht rückwirkend eingeführt oder geändert werden. Ausdrücklich zugesicherte, günstigere Garantien und zwingende gesetzliche Bestimmungen bleiben vorbehalten.

15.2 Bei gebrauchten Produkten sind der vor Vertragsabschluss ausdrücklich angegebene Zustand, die Abnutzung und konkret bezeichnete Mängel Bestandteil der vereinbarten Beschreibung. Nicht offengelegte Mängel werden nicht pauschal ausgeschlossen. Bei Verbrauchsprodukten stellen der normale Verbrauch oder das Erreichen des angegebenen Ablaufdatums für sich allein keinen Mangel dar. Zugesicherte Eigenschaften bleiben geschuldet.

15.3 Die Gewährleistungsdauer ersetzt nicht die Prüfungs- und Rügepflicht gemäss Artikel 9. Der Kunde meldet den Mangel rechtzeitig und ermöglicht angemessene Abklärungen. Die Rechnung oder ein anderer Kaufnachweis dient der Zuordnung der Lieferung. Die Aufbewahrung der Originalverpackung ist keine Voraussetzung für eine Mängelrüge; für einen Transport ist jedoch eine sichere Verpackung erforderlich.

15.4 Ingross hat vorrangig das Recht, das Produkt zu untersuchen und den Mangel durch Reparatur auf eigene Kosten im Umfang der gedeckten Leistungen zu beheben. Soweit zweckmässig, kann ein Ersatz angeboten werden. Die Behebung muss innerhalb einer angemessenen Zeit erfolgen, wobei die Verfügbarkeit von Ersatzteilen, die Komplexität und die Interessen des Kunden berücksichtigt werden.

15.5 Wird die Reparatur verweigert, ist sie unmöglich, bleibt sie nach einer angemessenen Anzahl von Versuchen erfolglos oder erfolgt sie nicht innerhalb einer angemessenen Nachfrist, soweit eine solche erforderlich ist, stehen die weiteren vertraglichen und gesetzlichen Rechtsbehelfe zur Verfügung. Dazu gehören Preisminderung oder Vertragsauflösung, sofern die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt sind. Eine unbegrenzte Anzahl von Reparaturversuchen ist nicht vorgesehen.

15.6 Von der Deckung ausgeschlossen sind nur Mängel oder Schäden, die auf normale Abnutzung, unsachgemässen Gebrauch, unterlassene Wartung, unzureichende Reinigung, Kalk, Frost, Stösse, nicht vorschriftsgemässe Versorgung, Überspannung oder fehlerhafte Installationen und Änderungen zurückzuführen sind, soweit diese nicht Ingross zuzurechnen sind. Der Ausschluss muss mit der Ursache des Problems zusammenhängen. Ein Eingriff durch Dritte lässt nicht automatisch die gesamte Gewährleistung entfallen.

15.7 Glas, Plexiglas, Schamottsteine, Dichtungen, Leuchtmittel und Verschleissteile sind bei normaler Abnutzung oder gebrauchsbedingtem Bruch nicht gedeckt; ursprüngliche Material- oder Herstellungsfehler sind hingegen nicht ausgeschlossen. Reinigung, Entkalkung, periodische Wartung und Verbrauchsmaterial sind kostenpflichtig, ausser wenn sie zur Behebung eines gedeckten Mangels erforderlich und Bestandteil der geschuldeten Leistung sind.

15.8 Der Kunde beauftragt keine Reparaturen auf Kosten von Ingross ohne vorherige Vereinbarung. Vorbehalten bleiben gesetzlich zulässige Fälle und dringende, zur Schadensbegrenzung vernünftigerweise erforderliche Massnahmen, die unverzüglich mitzuteilen sind. Ein Ersatzgerät, ein sofortiger Einsatz oder die Entschädigung jedes Betriebsunterbruchs werden nicht automatisch zugesagt.

15.9 Eine Reparatur oder ein Austausch im Rahmen der Gewährleistung begründet keine neue umfassende vertragliche Garantiezusage von 24 Monaten für das gesamte Gerät. Vorbehalten bleiben die gesetzlichen Wirkungen von Anerkennungen, Reparaturen, Ersatzlieferungen und Unterbrechungen der Verjährung sowie allfällige besondere vereinbarte Garantien.

15.10 Zwingende Fristen, ausdrücklich zugesagte Garantien, Fälle arglistigen Verschweigens sowie die Regelung in Artikel 17 über unbewegliche Werke und eingebaute Komponenten bleiben stets vorbehalten. Greift zwingender Konsumentenschutz, verkürzen die Fristen der Tabelle die anwendbaren zwingenden Fristen nicht, insbesondere bei neuen Ersatzteilen für den persönlichen oder familiären Gebrauch.

 

16 Gewährleistungsservice vor Ort und in der Werkstatt

16.1 Der Gewährleistungsservice vor Ort gilt für Produkte, bei denen diese Leistung zum Kaufzeitpunkt ausdrücklich in der Produktbeschreibung oder in der angenommenen Offerte angegeben ist. Sofern keine andere Deckung vereinbart wurde, gilt er in der Schweiz und umfasst bei gedeckten Mängeln die ordentliche Anfahrt, Arbeitszeit und erforderlichen Ersatzteile. Ein erst später auf der Website vorhandenes Symbol ändert die Deckung der Bestellung nicht.

16.2 In den übrigen Fällen wird die Gewährleistung in der Werkstatt erbracht. Der Kunde stimmt das Verfahren vorab mit Ingross ab und sendet das Produkt an die angegebene Adresse. Arbeitszeit und Material für eine anerkannte Gewährleistungsreparatur sind gedeckt. Im Geschäftsverkehr trägt der Kunde, sofern keine andere Vereinbarung oder zwingende Vorschrift gilt, die Hin- und Rücktransportkosten sowie die Kosten eines alternativ gewünschten Einsatzes vor Ort zu den vorgängig mitgeteilten Bedingungen.

16.3 Bei falsch gelieferten Artikeln oder Schäden, die bereits während eines von Ingross organisierten Transports entstanden sind, werden die zur Behebung des Liefermangels notwendigen Kosten nicht als Kosten einer freiwilligen Rückgabe dem Kunden auferlegt.

16.4 Der Kunde ermöglicht einen sicheren Zugang zum Gerät. Die Demontage von Einrichtungen, Bauarbeiten oder besondere Transportarbeiten, die nicht im Vertrag enthalten sind, müssen gesondert beurteilt werden. Kosten, die Ingross von Gesetzes wegen zu tragen hat oder die durch eine eigene Vertragsverletzung verursacht wurden, bleiben zulasten von Ingross. Artikel 17 geht vor, soweit er anwendbar ist.

16.5 Geräte müssen in hygienisch angemessenem Zustand übergeben werden. Ist eine zusätzliche, nicht von der Gewährleistung gedeckte Reinigung erforderlich, teilt Ingross deren Notwendigkeit und Kosten vor Beginn mit. Sofern kein anderer Kostenvoranschlag angenommen wurde, beträgt der Tarif CHF 2.50 pro Minute tatsächlicher Arbeitszeit.

16.6 Ergibt die Abklärung ein nicht gedecktes Problem, teilt Ingross den Grund, die erforderlichen Arbeiten und die Kosten vor einer kostenpflichtigen Reparatur mit. Diagnose- oder Anfahrtskosten können nur verlangt werden, wenn sie vorgängig mitgeteilt und angenommen wurden, auch für den Fall, dass kein Mangel festgestellt wird. Allein die Geltendmachung eines Gewährleistungsanspruchs löst keine automatische Kostenpflicht aus.

 

17 Installationsarbeiten Reparaturen und unbewegliche Werke

17.1 Für von Ingross ausgeführte Installationen, Reparaturen und andere Werke gelten der angenommene Auftrag und die anwendbaren werkvertraglichen Bestimmungen. Bei Mängeln von Arbeiten an beweglichen Sachen beträgt die ordentliche Frist zwei Jahre ab Ablieferung des Werks, sofern keine günstigere Garantie oder abweichende zwingende Regelung gilt. Die Deckung bezieht sich auf die Arbeiten und die hierfür gelieferten Komponenten. Sie erstreckt sich nicht auf Teile, die vom Auftrag nicht betroffen sind, oder auf die normale Abnutzung des gesamten Geräts.

17.2 Der Kunde prüft die Arbeiten, sobald dies möglich ist, und zeigt Mängel rechtzeitig an. Ein Prüf- oder Übergabeprotokoll dokumentiert die ausgeführten Arbeiten und allfällige Vorbehalte, ohne nicht erkennbare oder absichtlich verschwiegene Mängel auszuschliessen.

17.3 Fällt eine Lieferung oder Installation unter die Bestimmungen über unbewegliche Werke, gelten die entsprechenden Fristen und Rechte. Insbesondere beträgt in den vom Obligationenrecht vorgesehenen Fällen die Rügefrist bei offenen Mängeln 60 Tage ab Ablieferung und bei verborgenen Mängeln 60 Tage ab Entdeckung. Zwingende fünfjährige Verjährungsfristen werden durch diese AGB nicht verkürzt; das zwingende Recht auf unentgeltliche Verbesserung bei Mängeln einer Baute wird nicht ausgeschlossen.

17.4 Diese Vorbehalte betreffen bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen auch bewegliche Sachen oder Werke, die in ein unbewegliches Werk integriert wurden und dessen Mangel verursacht haben. Die Einordnung hängt von der konkreten Leistung ab. Nicht jedes an ein Gebäude angeschlossene Gerät ist automatisch ein unbewegliches Werk. Die an anderer Stelle genannten Fristen von fünf Tagen, 12 Monaten oder 24 Monaten weichen von dieser Regelung nicht ab, soweit sie anwendbar ist.

 

18 Kostenpflichtiger Kundendienst und Einsätze ausserhalb der Geschäftszeiten

18.1 Vor der Auftragserteilung teilt Ingross einen Preis oder die anwendbaren Tarife und Berechnungsgrundlagen mit. Sofern nichts anderes vereinbart wurde, gilt der folgende Tarif einschliesslich Mehrwertsteuer. Ersatzteile, Materialien und nicht ausdrücklich eingeschlossene Sonderleistungen werden separat ausgewiesen. Arbeitszeit wird nach der tatsächlichen Dauer abgerechnet.

Leistung

Tarif

Ordentliche Anfahrt in der Schweiz

CHF 145 pro Anfahrt

Ordentliche Arbeitszeit

CHF 140 pro Stunde

Gewünschter und angenommener dringender Einsatz während der ordentlichen Geschäftszeiten

CHF 80 pro Einsatz

Arbeiten an einem nicht bei Ingross gekauften Gerät

Zuschlag CHF 80 pro Einsatz

Pikettanfahrt am Samstag sowie an Sonn- und Feiertagen

CHF 250 pro Anfahrt

Pikettarbeit am Samstag

CHF 210 pro Stunde

Pikettarbeit an Sonn- und Feiertagen

CHF 280 pro Stunde

 

18.2 Die ordentlichen Geschäftszeiten sind Montag bis Freitag von 07.30 bis 12.00 Uhr und von 13.00 bis 17.00 Uhr, ausgenommen die anwendbaren Feiertage. Für einen Einsatz nachts oder ausserhalb dieser Zeitfenster an einem Wochentag ist vor der Anfahrt ein besonderer Tarif zu vereinbaren. Der Pikettdienst hängt von der Personalverfügbarkeit ab und begründet keine Zusage eines durchgehenden Dienstes oder eines Einsatzes innerhalb einer festen Frist.

18.3 Zuschläge müssen mitgeteilt und angenommen werden. Der Dringlichkeitszuschlag von CHF 80 wird für denselben Einsatz nicht zusätzlich zu den Piketttarifen berechnet. Der Zuschlag für ein Fremdgerät gilt nur, wenn die entsprechende Voraussetzung vorliegt und mitgeteilt wurde. Er gilt nicht für ein bei Ingross gekauftes Gerät.

18.4 Bei einem durch die Gewährleistung gedeckten Einsatz vor Ort kann der Kunde den ordentlichen Service ohne Verrechnung der gedeckten Leistungen wählen. Verlangt und akzeptiert er einen Piketteinsatz, können nur die Mehrkosten gegenüber dem gedeckten ordentlichen Service verrechnet werden: CHF 105 für die Anfahrt, CHF 70 pro Stunde am Samstag beziehungsweise CHF 140 pro Stunde an Sonn- und Feiertagen. Ohne vorherige Zustimmung oder wenn Ingross die betreffenden Kosten von Gesetzes wegen zu tragen hat, wird kein Zuschlag erhoben.

18.5 Bei Werkstattgewährleistung richtet sich ein alternativ gewünschter Einsatz vor Ort nach Artikel 16 und einer besonderen Offerte. Ordentliche Tarife, vollständige Piketttarife und Gewährleistungszuschläge werden für dieselbe Leistung nicht nebeneinander berechnet.

18.6 Kostenvoranschläge, Besichtigungen, Diagnosen, Reinigungen und erfolglose Reparaturversuche sind nur kostenpflichtig, wenn die betreffenden Kosten mitgeteilt und angenommen wurden. Muss ein Kostenvoranschlag wesentlich überschritten oder der Auftrag erweitert werden, holt Ingross vor der Ausführung die Zustimmung ein. Vorbehalten bleiben dringende Massnahmen zur Abwehr einer unmittelbaren Gefahr.

 

19 Haftung und Schadensminderung

19.1 Ingross haftet nach dem Gesetz unter Beachtung der nachstehend aufgeführten zulässigen Einschränkungen. Keine Bestimmung schliesst die Haftung für Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit, Personenschäden, arglistig verschwiegene Mängel, zwingende Produkthaftung oder andere zwingende Haftungstatbestände aus oder beschränkt sie.

19.2 Im Verhältnis zu Geschäftskunden ist die Schadenersatzhaftung von Ingross bei leichter Fahrlässigkeit im gesetzlich zulässigen Umfang auf direkte Schäden und insgesamt je Schadenereignis auf den Wert der betroffenen Lieferung oder Dienstleistung begrenzt. Im gleichen Umfang sind entgangener Gewinn, Umsatzausfall, Betriebsunterbruch und Folgeschäden einschliesslich des Verderbs von Lebensmitteln ausgeschlossen. Die Ausnahmen des vorstehenden Absatzes gehen auch bei diesen Schäden vor.

19.3 Diese Einschränkungen mindern weder geschuldete Reparatur- oder Ersatzleistungen noch eine geschuldete Rückerstattung oder Preisminderung. Sie gelten ausschliesslich im zulässigen Umfang auch für die Tätigkeiten der von Ingross eingesetzten Hilfspersonen. Der Einsatz eines externen Transporteurs oder Installateurs führt nicht zu einer allgemeinen Haftungsbefreiung.

19.4 Jede Partei trifft angemessene Massnahmen, um die Folgen eines Problems zu begrenzen. Der Kunde überwacht sensible Prozesse wie Temperaturen und Lebensmittelaufbewahrung und organisiert die für seine Tätigkeit geeigneten betrieblichen Vorkehrungen. Diese Pflichten übertragen dem Kunden nicht die Verantwortung für Mängel oder Leistungen, die Ingross zuzurechnen sind.

 

20 Eigentumsvorbehalt

20.1 Im gesetzlich zulässigen Umfang behält sich Ingross das Eigentum an den Produkten bis zur vollständigen Bezahlung vor. Soweit dies für die Wirksamkeit des Eigentumsvorbehalts erforderlich ist, kann Ingross dessen Eintragung im zuständigen Register am Wohnsitz oder Sitz des Kunden verlangen. Der Kunde leistet die hierfür vernünftigerweise erforderliche Mitwirkung.

20.2 Bis zum Eigentumsübergang behandelt der Kunde die Waren sorgfältig und informiert Ingross über Pfändungen und andere Beschlagnahmen, Ansprüche Dritter oder für die Eintragung wesentliche Änderungen. Die Rücknahme der Waren und andere Rechtsbehelfe werden nach dem Gesetz ausgeübt. Diese Klausel berechtigt nicht zum gewaltsamen Zutritt zu den Räumlichkeiten des Kunden.

 

21 Muster und Geräte zur Erprobung

21.1 Muster, Vorführgeräte oder Geräte zur Erprobung werden nur auf der Grundlage einer Vereinbarung versandt, welche Dauer, zulässige Nutzung, Preis eines allfälligen Kaufs, Transport, Rückgabe und Haftung festlegt. Die blosse Lieferung stellt kein kostenloses Muster dar.

21.2 Die ordentliche Rückgabefrist beträgt vier Wochen ab Empfang, sofern dies in der Vereinbarung vorgesehen ist. Eine allfällige Rechnungsstellung für ein nicht zurückgegebenes Produkt setzt voraus, dass Preis und Folgen der unterlassenen Rückgabe vor der Erprobung mitgeteilt und angenommen wurden. Ohne eine solche Vereinbarung erfolgt keine automatische Umwandlung in einen Kauf.

 

22 Datenschutz

22.1 Ingross bearbeitet die für Bestellungen, Zahlungen, Lieferungen, Kundendienst und gesetzliche Pflichten erforderlichen Personendaten nach dem anwendbaren Recht und der auf der Website verfügbaren Datenschutzerklärung.

22.2 Erforderliche Daten können entsprechend den in der Datenschutzerklärung erläuterten Rollen und Zwecken an Transportunternehmen, Techniker, Hersteller, Zahlungsdienstleister und Anbieter von Bonitätsprüfungen weitergegeben werden. Die Annahme der AGB stellt keine pauschale Einwilligung in jede beliebige Datennutzung oder in den wahllosen Versand von Werbung dar.

 

23 Mitteilungen und anwendbare Fassung

23.1 Anfragen, Reklamationen und vertragliche Mitteilungen können an [email protected] oder an die in Artikel 1 genannte Postadresse gesendet werden. Rücksendegenehmigungen und Vereinbarungen, für welche diese Bedingungen Schriftlichkeit vorsehen, können per E-Mail dokumentiert werden, sofern das Gesetz keine strengere Form verlangt. Es empfiehlt sich, wesentliche telefonische Absprachen per E-Mail zu bestätigen.

23.2 Es gilt die Fassung der AGB, die bei Vertragsabschluss zur Verfügung gestellt und angenommen wurde. Später veröffentlichte Änderungen gelten für neue Verträge und ändern bereits vereinbarte Bestellungen, Gewährleistungsleistungen oder Dienstleistungen nicht automatisch.

23.3 Diese AGB sind in italienischer, deutscher und französischer Sprache verfügbar. Die drei Fassungen müssen inhaltlich gleichwertige Bedingungen wiedergeben. Bei Auslegungsunterschieden, die nicht anhand der Bestellung, des angenommenen Angebots und der konkreten Umstände gelöst werden können, ist die italienische Fassung massgebend. Dadurch werden weder in der für die Bestellung verwendeten Sprache ausdrücklich zugesicherte Leistungen aufgehoben noch zwingende Rechte des Kunden eingeschränkt.

23.4 Ist eine Bestimmung unwirksam, bleibt der übrige Vertrag im rechtlich möglichen Umfang bestehen. Für den betreffenden Sachverhalt gelten die anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen. Eine automatische Ersetzung durch die für Ingross wirtschaftlich günstigste Klausel ist nicht vorgesehen.

 

24 Anwendbares Recht und Gerichtsstand

24.1 Das Vertragsverhältnis untersteht dem materiellen schweizerischen Recht unter Ausschluss des Übereinkommens der Vereinten Nationen über Verträge über den internationalen Warenkauf, soweit zulässig. Anwendbare zwingende Vorschriften einschliesslich solcher des internationalen Privatrechts bleiben vorbehalten.

24.2 Für Streitigkeiten mit Geschäftskunden wird der Gerichtsstand am Sitz von Ingross in Poschiavo vereinbart, vorbehaltlich zwingender Zuständigkeiten. Unterliegt das Rechtsverhältnis einem geschützten Gerichtsstand, insbesondere bei Streitigkeiten mit Konsumenten, beinhaltet diese Klausel keinen Verzicht auf diesen Schutz.

 

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