Wie wird der Aufstellraum richtig vorbereitet?

Die Vorbereitung des Aufstellraums gehört zu den am wenigsten sichtbaren Phasen eines Kühlzellenprojekts. Sie entscheidet jedoch über Montagezeit, Zuverlässigkeit und künftige Kosten.

Eine richtig dimensionierte Kühlzelle kann problematisch werden, wenn:

  • die Paneele nicht durch die Tür passen;
  • der Boden uneben ist oder die Last nicht trägt;
  • die Raumdecke keinen Platz für Montage und Wartung lässt;
  • der Kondensatablauf zu hoch liegt oder sich auf der falschen Seite befindet;
  • der Verflüssigungssatz Wärme in einen geschlossenen Raum abgibt;
  • die Stromzuleitung fehlt oder nicht zu den Gerätedaten passt;
  • Öffnungen erst nachträglich hergestellt und dabei Abdichtung oder Dampfsperre durchbohrt werden;
  • die Tiefkühlzelle einen ungeschützten Untergrund auskühlt.

Diese Probleme hängen nicht zwingend mit der Qualität der Kühlzelle zusammen. Sie entstehen an den Schnittstellen zwischen Kältetechnik und Gebäude.

Die richtige Frage lautet deshalb nicht nur «Wie viel Platz beansprucht die Kühlzelle?», sondern: Wie viel Platz wird benötigt, um sie zu transportieren, zu montieren, zu betreiben und während ihrer gesamten Lebensdauer zu warten?

Dieser Leitfaden beschreibt die allgemeine Vorgehensweise. Masse, Tragfähigkeiten, Anschlüsse und Sicherheitsmassnahmen müssen anhand des gewählten Produkts, des Kältemittels und des konkreten Projekts bestätigt werden.

Vor dem Start: vier Grundkonfigurationen festlegen

Die Vorbereitung hängt von vier grundlegenden Entscheiden ab.

1. Plus- oder Tiefkühlzelle

Eine Pluskühlzelle, die beispielsweise bei etwa 0 bis +5 °C arbeitet, und eine Tiefkühlzelle bei –18 bis –25 °C wirken sich nicht gleich auf Boden, Fugen, Tür und Ablauf aus.

Bei der Tiefkühlzelle gewinnen folgende Punkte an Bedeutung:

  • durchgehende Dampfsperre;
  • Bodendämmung;
  • Schutz des Untergrunds vor Frost;
  • Beheizung von Tür und Ablauf;
  • Druckausgleich;
  • Begrenzung des Eintrags feuchter Luft.

2. Kühlzelle mit oder ohne vorgefertigten Boden

Eine Kühlzelle ohne Boden kann sich für bestimmte Plusanwendungen eignen, wenn die bauseitige Oberfläche die thermischen, hygienischen und dichtungstechnischen Anforderungen erfüllt. Dieser Entscheid darf nicht allein getroffen werden, um einen schwellenlosen Zugang zu erhalten.

Bei einem vorgefertigten Boden müssen dagegen Schwellenhöhe, Rampen, Punktlasten, Rollen von Wagen und die vollflächige Auflage des Systems berücksichtigt werden.

3. Monoblock oder Split

Ein Monoblock vereint Verdampfer, Verdichter und Verflüssiger in einem Gerät. Er vereinfacht den Kältekreislauf auf der Baustelle, benötigt aber:

  • eine Öffnung oder ein werkseitig vorbereitetes Paneel;
  • eine Konstruktion, die Gewicht und Vibrationen aufnimmt;
  • ausreichend Platz auf der Warmseite;
  • sichere Wärmeabfuhr;
  • kompatible Stromversorgung und Entwässerung;
  • Zugang für Ausbau und Wartung.

Bei einer Splitanlage sind Verdampfer und Verflüssigungssatz getrennt. Hinzu kommen Leitungsführung, Höhendifferenzen, Halterungen, Gebäudedurchführungen, zulässige Leitungslängen und die Koordination zwischen Innen- und Aussenbereich.

4. Innen- oder Aussenaufstellung

Eine im Freien aufgestellte Kühlzelle ist nicht automatisch wetterfest. Erforderlich ist ein Konzept für Regen, Schnee, Wind, Sonne, Entwässerung und Aussentemperaturen sowie für statische und bauliche Anforderungen.

Die konsultierte Anleitung für Viessmann TectoCell Standard Plus verlangt beispielsweise, dass das System nicht direkt Schnee, Regenwasser oder Winddruck ausgesetzt wird und dass die baulichen Schutzmassnahmen vor der Montage abgeschlossen sind. Dies ist ein produktspezifisches Beispiel: Jeder Hersteller legt die zulässigen Bedingungen selbst fest.

Das Schnittstellenblatt: das nützlichste Dokument auf der Baustelle

Vor Beginn der Arbeiten sollten Kühlzellenlieferant und Bauleitung ein Blatt mit Lage, Abmessungen und Zuständigkeiten freigeben.

Vorbereitung Festzulegender Wert Verantwortlich Nachweis vor der Montage
Raum und Platzbedarf Fertigmasse, Diagonalen, Höhe Planer/Bauherr Vermasstes Aufmass
Zugang Durchgänge, Kurven, Treppen, Tragkraft Warenlift Bauherr/Logistik Geprüfter Transportweg
Boden Höhe, Ebenheit, Tragfähigkeit, Oberfläche Bauunternehmen/Statiker Laserkontrolle und Tragfähigkeitsnachweis
Tiefkühlschutz Dämmung, Dampfsperre, Frostschutz Planer/Bauunternehmen Freigegebener Bodenaufbau
Elektrik Spannung, Leistung, Schutz, Übergabepunkt Elektroinstallateur Messung und Kontrolle
Ablauf Position, Höhe, Durchmesser, Siphon, Frostschutz Sanitär/Kältetechniker Ablaufprobe
Lüftung Luftmenge und Luftweg/abzuführende Wärme HLK-Planer/Kältetechniker Funktionskontrolle
Rohrleitungen Verlauf, Länge, Höhendifferenz, Halterungen Kältetechniker Plan und fertige Durchgänge
Sicherheit Innenöffnung, Alarm, Zugänge, Kältemittel Planer/Fachspezialisten Vorgesehene Beurteilung und Prüfung
Baustellenschutz Freie, trockene, beleuchtete Fläche Bauleitung Freigabeprotokoll

Die Spalte «Verantwortlich» verhindert, dass Leistungen in sämtlichen Angeboten ausgeschlossen bleiben. Ist eine Tätigkeit nicht im Lieferumfang der Kühlzelle enthalten, braucht sie trotzdem eine zuständige Person und einen Termin.

1. Den fertigen Raum ausmessen, nicht nur den Plan verwenden

Der Architekturplan ist der Ausgangspunkt. Die definitive Bestellung sollte auf den tatsächlichen Massen beruhen, vorzugsweise nach Putz, Verkleidungen, Unterlagsböden und Installationen, die den verfügbaren Raum verkleinern.

Zu erfassende Masse

  • Länge, Breite und Höhe an mehreren Stellen;
  • Diagonalen des Raums;
  • Höhenabweichungen des Bodens;
  • Lage und Abmessungen von Stützen, Trägern und Leitungen;
  • Schwenkbereiche von Türen und Fenstern;
  • Verteilungen, Kanäle, Leuchten und Sprinkler;
  • Abläufe und Gefälle;
  • Abstände zu Wärmequellen;
  • genaue Höhe des fertigen Bodens;
  • vorgesehene Öffnungsrichtung der Kühlzellentür.

Es genügt nicht, nur das Mindestmass der Kühlzelle zu berücksichtigen. Hinzuzurechnen sind:

  1. Aussenabmessungen der Paneele;
  2. Toleranz und Montageplatz;
  3. Mindestabstände des Herstellers;
  4. Platz für Aggregat, Leitungen und Tragkonstruktionen;
  5. Fläche für Reinigung und Wartung;
  6. mögliche spätere Erweiterung.

Erfahrung aus der Praxis: Eine Kühlzelle kann rechnerisch in einen Raum passen und dennoch nicht montierbar sein. Das Deckenpaneel muss angehoben, gedreht und aufgelegt werden; wenige Zentimeter freie Höhe sind kein Arbeitsraum.

2. Den gesamten Anlieferweg prüfen

Die Besichtigung endet nicht an der Tür des Aufstellraums. Der Weg vom Lastwagen bis zum Montageort muss vollständig simuliert werden.

Logistische Kontrollen

  • Halte- und Entlademöglichkeit;
  • Bewilligungen und zulässige Zeitfenster;
  • Gefälle, Schnee, Kies oder Hindernisse im Aussenbereich;
  • Breite und Höhe von Eingängen und Korridoren;
  • Kurvenradien;
  • Stufen und Niveauunterschiede;
  • Abmessungen und Tragkraft des Warenlifts;
  • Schutz bestehender Böden und Wände;
  • Platz zum geordneten Zwischenlagern der Packstücke;
  • benötigte Hebemittel und Anzahl Personen;
  • Trennung des Transportwegs von Gästen und Lebensmittelproduktion.

Nur die engste Tür zu messen reicht nicht. Ein langes Paneel kann frontal hindurchpassen und sich im anschliessenden Korridor trotzdem nicht drehen lassen.

Die Lagerfläche muss trocken, eben und geschützt sein. Paneele dürfen nicht dort abgelegt werden, wo sie nass werden, sich verformen oder von anderen Gewerken beschädigt werden können.

3. Einen ebenen, stabilen und ausreichend tragfähigen Boden vorbereiten

Der Boden bildet die geometrische Grundlage der Kühlzelle. Ist er nicht waagrecht, müssen Wände, Decke und Tür den Fehler ausgleichen.

Mögliche Folgen sind:

  • nicht ausgerichtete Fugen;
  • verformter Türrahmen;
  • schleifendes Türblatt;
  • stehendes Wasser;
  • Punktlasten auf den Paneelen;
  • Bewegungen beim Befahren mit Wagen;
  • sich mit der Zeit öffnende Abdichtungen.

Die konsultierte TectoCell-Anleitung verlangt ausdrücklich, die Ebenheit des Bodens zu prüfen und Unebenheiten nach dem vorgesehenen System auszugleichen. Bei Konfigurationen mit Unterlüftung definiert sie zudem Auflager unter Fugen und Aussenkanten. Diese Angaben sind systemspezifisch und dürfen nicht auf andere Produkte übertragen werden.

Ebenheit und Höhenlage

Die Ebenheit wird mit Messgeräten und nicht nach Augenmass geprüft. Die zulässige Toleranz muss vom Kühlzellenhersteller stammen. Ist ein Ausgleich nötig, muss das Verfahren Kanten und Fugen korrekt tragen, ohne einzelne Lastpunkte zu erzeugen.

Die fertige Höhenlage muss berücksichtigen:

  • Dicke des gedämmten Bodens;
  • mögliche Unterlüftungsplatten oder Frostschutzschichten;
  • Türschwelle;
  • Innen- oder Aussenrampe;
  • Anschluss an den Boden des Raums;
  • freie Höhe über der Kühlzelle.

Tragfähigkeit und Punktlasten

Es reicht nicht, das durchschnittliche Gewicht pro Quadratmeter zu addieren. Zu berücksichtigen sind:

  • Kühlzelle und Kälteanlage;
  • Regale;
  • Ware bei maximaler Auslastung;
  • Personen;
  • Wagen und Palettenhubwagen;
  • Radlast;
  • Fässer oder Maschinen;
  • am Boden oder an der Decke befestigte Konstruktionen.

Die statische Prüfung liegt beim Planer oder Gebäudespezialisten. Die Tragfähigkeitsklasse des Kühlzellenbodens ist anhand der realen Räder und Lasten zu wählen, nicht nur anhand des Gesamtgewichts.

4. Bei Tiefkühlzellen das Frostrisiko im Untergrund einplanen

Die Kälte durchdringt Dämmung und Fugen. Erreicht sie einen feuchten Untergrund, kann das Wasser gefrieren, sich ausdehnen und Hebungen oder Risse verursachen.

Je nach Projekt kann die Lösung Folgendes umfassen:

  • ausreichend dimensionierte Wärmedämmung;
  • durchgehende Dampfsperre auf der warmen Seite;
  • Unterlüftung des Untergrunds;
  • elektrische Frostschutzheizung;
  • Kreislauf mit temperiertem Fluid;
  • Überwachung oder Redundanz des Systems;
  • Entwässerung und Feuchtekontrolle.

Einen universellen Schichtaufbau gibt es nicht. Er hängt von Temperatur, Abmessungen, Betriebsdauer, Baugrund, Grundwasser, Bodenplatte, Feuchtigkeit und Gebäudekonstruktion ab.

Technische Empfehlung: Die Lösung ist vor dem Einbringen des Estrichs mit Planer und Lieferant festzulegen. Die Lage von Sensoren, Kabeln oder Rohren muss eingezeichnet und dokumentiert werden. Eine spätere Bohrung zur Befestigung eines Profils kann eine unsichtbare Dampfsperre oder Heizung beschädigen.

Die konsultierten Viessmann-Anleitungen weisen ausdrücklich auf das Risiko hin, beim Befestigen der Profile eine bereits im Estrich verlegte Dampfsperre zu durchbohren. Es handelt sich um ein Baustellendetail mit erheblichen Folgen.

5. Eine hygienische und wasserbeständige Oberfläche wählen

Der Boden rund um die Kühlzelle und, wenn diese keinen eigenen Boden besitzt, auch im gekühlten Raum muss Reinigung, Belastungen und Temperaturen vertragen, ohne Risse oder Wasseransammlungen zu verursachen.

Hygieneanforderung

Die schweizerische Hygieneverordnung des EDI verlangt, dass Böden, Wände und andere Oberflächen in Lebensmittelräumen in einwandfreiem Zustand gehalten werden sowie leicht zu reinigen und, falls erforderlich, zu desinfizieren sind. Materialien und Details müssen deshalb für die konkrete Verwendung mit Lebensmitteln geeignet sein.

Zu definierende Punkte

  • Beständigkeit gegen Wasser, Reinigungsmittel und Fette;
  • rutschhemmende Rauheit, die dennoch gut zu reinigen ist;
  • Fugen und Wand-Boden-Anschlüsse;
  • Gefälle zu den Abläufen, ohne die Aufstellfläche der Kühlzelle zu beeinträchtigen;
  • keine offenen Fugen unter Profilen und Schwellen;
  • Verhalten bei tiefen Temperaturen;
  • Radlasten und Stösse;
  • Trocknungsverfahren.

Ein für die Reinigung des Raums sinnvolles Gefälle kann mit der ebenen Aufstellfläche der Kühlzelle unvereinbar sein. Die richtige Lösung ist eine eigene, ebene Basis mit rundum geplanter Entwässerung. Die Kühlzelle darf nicht auf einer geneigten Fläche montiert und anschliessend mit willkürlichen Unterlagen ausgerichtet werden.

6. Den vorgesehenen Raum rund um und über der Kühlzelle freihalten

Der Freiraum rund um die Kühlzelle erfüllt mehrere Funktionen:

  • ermöglicht die Montage;
  • begrenzt das Kondensationsrisiko;
  • erlaubt Kontrolle und Reinigung;
  • verhindert Kontakt mit feuchten Wänden;
  • schafft Platz für Leitungen und Kabel;
  • ermöglicht das Entfernen von Paneelen oder Geräten;
  • verhindert die Rückführung warmer Luft.

Im erwähnten Handbuch für TectoCell Standard Plus nennt Viessmann für dieses spezifische Produkt mindestens 50 mm Abstand zwischen Kühlzelle und Wänden beziehungsweise Decke bei Pluskühlung und mindestens 100 mm bei Tiefkühlung, zusätzlich zum Platzbedarf des Aggregats. Diese Werte sind Beispiele und keine allgemeine Regel: Massgebend sind die Angaben des tatsächlich bestellten Modells.

Über der Kühlzelle

Zusätzlich zur Deckenstärke wird Platz benötigt für:

  • das Einsetzen der Elemente;
  • die Höhe der Tragkonstruktion;
  • Aggregate, Ventile und Leitungen;
  • das Öffnen von Verkleidungen und Paneelen;
  • die Dämmung der Leitungen;
  • einen sicheren Wartungszugang;
  • Abstände zu Sprinklern und Gebäudetechnik.

Die Decke der Kühlzelle darf nicht automatisch als begehbar oder tragfähig betrachtet werden. Verdampfer, Verflüssiger und Laufstege benötigen geprüfte Aufhängungen oder Tragkonstruktionen.

7. Die Stromversorgung korrekt vorbereiten

Das definitive technische Datenblatt muss der Elektrofachperson vor der Leitungsverlegung vorliegen.

Erforderliche Angaben

  • Spannung und Phasenzahl;
  • Frequenz;
  • Nennleistung und Nennstrom;
  • Anlaufströme, soweit relevant;
  • erforderlicher Schutz;
  • Anschlussart, Stecker oder Festanschluss;
  • Lage des Übergabepunkts;
  • zugängliche Trennvorrichtung;
  • erforderliche Schutzart in der Umgebung;
  • separate Speisungen für Aggregat, Licht, Tür, Ablauf oder Alarme;
  • Kontakte für Alarm und Überwachung;
  • gewünschtes Verhalten bei Stromausfall.

Die Leitung darf nicht allein anhand der Kälteleistung in kW dimensioniert werden. Kälteleistung und elektrische Leistungsaufnahme sind nicht dieselbe Grösse.

Schweizer Vorschrift: Wer elektrische Installationen erstellt, ändert oder instand stellt beziehungsweise elektrische Erzeugnisse fest anschliesst, muss über die nach NIV erforderliche Bewilligung verfügen. Schutz, Anschluss, Kontrolle und Dokumentation liegen bei der zuständigen bewilligten Fachperson.

Lage und Zugänglichkeit

Schaltschränke, Steckdosen und Trennschalter müssen nach der Montage und auch nach dem Einbau der Regale zugänglich bleiben. Sie dürfen weder im Anfahrbereich von Wagen noch in Nassbereichen der Reinigung liegen.

Für eine Fernalarmierung sind auch Netzwerk, SIM-Karte, Kontakt oder Verkabelung vorzubereiten. Zudem ist festzulegen, wer die Kommunikation konfiguriert. Eine vorhandene Steckdose garantiert noch keine funktionierende Übertragung.

8. Kondensatablauf und Reinigungswasser planen

Am Verdampfer entsteht während des Betriebs und besonders beim Abtauen Wasser. Der Leitungsweg muss feststehen, bevor Verdampfer und Paneele befestigt werden.

Abzustimmende Angaben

  • Lage und Höhe des Austritts aus der Auffangwanne;
  • erforderlicher Durchmesser;
  • durchgehendes Gefälle;
  • Siphon, sofern vorgesehen;
  • Zugang für Kontrolle und Reinigung;
  • hygienischer Anschluss an die Gebäudeentwässerung;
  • Schutz gegen Rückfluss und Gerüche;
  • Dämmung gegen äussere Kondensation;
  • Begleitheizung für frostgefährdete Abschnitte;
  • Stromversorgung und Regelung des Heizkabels;
  • Ablaufstelle für Reinigungswasser.

Die Leitung sollte nicht unmittelbar nach dem Verdampfer wieder ansteigen müssen. Liegt der gebäudeseitige Ablauf zu hoch, muss die Lösung neu geplant werden. Eine Kondensatpumpe bringt zusätzliche Komponenten, Wartung und Risiken mit sich und darf nicht als automatische Korrektur eingesetzt werden.

Technische Empfehlung: Vor der Übergabe ist eine Ablaufprobe durchzuführen und mindestens ein Abtauvorgang zu beobachten. Bei einer Tiefkühlzelle muss auch die Funktion der Beheizung über den gesamten kalten Leitungsabschnitt geprüft werden.

Raumabläufe und Verdampferablauf dürfen nicht verwechselt werden. Sie unterscheiden sich in Durchfluss, Temperatur, Hygieneanforderungen und Betriebszyklen.

9. Die Wärme des Verflüssigungssatzes abführen

Eine Kühlzelle vernichtet keine Wärme: Sie transportiert sie aus dem kalten Volumen zum Verflüssiger und gibt zusätzlich die vom Verdichter aufgenommene Energie ab. Befindet sich der Verflüssiger in einem kleinen, geschlossenen Raum, steigt die Lufttemperatur und die Maschine arbeitet unter zunehmend ungünstigen Bedingungen.

Vor der Installation müssen bekannt sein

  • gesamte abzuführende Wärme bei Auslegungsbedingungen;
  • maximal zulässige Lufteintrittstemperatur;
  • erforderlicher Luftvolumenstrom;
  • Lage von Ansaugung und Ausblas;
  • Rückströmungsrisiko;
  • Druckverluste von Gittern oder Kanälen;
  • Lärmwirkung auf benachbarte Räume oder die Umgebung;
  • Zugang zur Reinigung des Wärmetauschers;
  • Betrieb im Sommer und Winter;
  • mögliche Wärmerückgewinnung.

EnergieSchweiz empfiehlt, dass Verflüssiger und Rückkühler Frischluft ansaugen und dabei einen thermischen Kurzschluss zwischen warmer Ausblasluft und Ansaugung vermeiden. Der im Februar 2025 veröffentlichte Kälte-Check bezeichnet die effiziente Abführung der Abwärme als wesentlichen Bestandteil der Anlageneffizienz.

Huckepack- oder Wandmonoblock

Die Verflüssigerseite kann direkt in den Aufstellraum ragen. In diesem Fall reicht es nicht, dass der Raum «gross» ist: Es muss nachgewiesen werden, wie die Wärme unter den ungünstigsten Bedingungen abgeführt wird. Ein passives Lüftungsgitter kann ungenügend sein.

Verflüssigungssatz im Freien

Bei einer Aussenaufstellung sind zu prüfen:

  • direkte Sonneneinstrahlung und Sommertemperatur;
  • Schnee, Eis und Wasser;
  • Wind und Luftrückströmung;
  • Lärm und Vibrationen;
  • sicherer Zugang auch im Winter;
  • Länge und Höhendifferenz der Leitungen;
  • Befestigungen und Lasten auf der Konstruktion;
  • allfällige lokale Bewilligungen.

An einem alpinen Standort kann «im Freien» sehr tiefe Temperaturen, angesammelten Schnee und erschwerten Zugang bedeuten. Die Planung muss das ganze Jahr berücksichtigen, nicht nur den Montagetag.

10. Kältemittel, Raumvolumen und Sicherheit beurteilen

Die Vorbereitung des Raums hängt auch vom Kältemittel, von der Füllmenge und von der Lage der Komponenten ab.

Bei brennbaren, unter hohem Druck stehenden oder im Leckagefall erstickend wirkenden Kältemitteln können besondere Beurteilungen und Massnahmen erforderlich sein, zum Beispiel:

  • Füllmengenbegrenzungen im Verhältnis zu Raumvolumen und Anwendung;
  • natürliche oder mechanische Lüftung;
  • Gasdetektion;
  • Lage von Komponenten und Öffnungen;
  • Ausschluss von Zündquellen;
  • geeignete elektrische Geräte;
  • Kennzeichnung und Notfallplan;
  • beschränkter Zugang und Schulung.

Massnahmen für eine R290-Anlage dürfen nicht automatisch auf eine CO₂-Anlage übertragen werden oder umgekehrt. Klassifizierung, Druck und Verhalten der Stoffe unterscheiden sich.

Planungsanforderung: Sicherheit, Aufstellort und Raummassnahmen müssen anhand von Kältemittel, Füllmenge, Gerät, anwendbaren Vorschriften und Herstelleranweisungen geprüft werden. Die Normenreihe SN EN 378 gehört zu den technischen Grundlagen, auf die auch schweizerische Kältedokumentationen verweisen.

Für Risiken durch explosionsfähige Atmosphären veröffentlicht die Suva die Publikation 2153.D, Ausgabe Juli 2024, mit Grundsätzen zu Prävention, Lüftung, Vermeidung von Zündquellen und baulichen Massnahmen. Das bedeutet nicht, dass jede Kühlzelle mit brennbarem Kältemittel automatisch eine Ex-Zone bildet: Entscheidend ist die projektspezifische Beurteilung.

11. Durchführungen und Tragkonstruktionen vor dem Ausbau planen

Gut vorbereitete Durchführungen verkürzen die Montagezeit und reduzieren das Risiko, Konstruktion oder Dichtheit zu beschädigen.

Im Plan sind einzuzeichnen:

  • Kältemittelleitungen;
  • Ablauf;
  • Leistungs- und Steuerkabel;
  • Daten- oder Alarmleitung;
  • Druckausgleichsventil;
  • allfällige Lüftungskanäle;
  • Aufhängungen und Tragkonstruktionen.

Regeln aus der Praxis

  • Durchführungen hinter nicht demontierbaren Komponenten vermeiden;
  • ausreichend Platz für Dämmung und Abdichtung lassen;
  • Kanten und Schnittflächen schützen;
  • das Gewicht von Rohrleitungen nicht auf die Paneele übertragen;
  • Leistungs- und Signalleitungen trennen, wo dies erforderlich ist;
  • das Eindringen von Wasser und feuchter Luft verhindern;
  • die Dampfsperre auf der warmen Seite wiederherstellen;
  • vor dem Verschliessen Fotos zur Dokumentation erstellen.

Kernbohrungen im Gebäude müssen hinsichtlich Tragwerk, Abdichtung, Brandabschnitten und verdeckter Haustechnik freigegeben werden. Öffnungen in den Paneelen müssen Verstärkungen, Kabel und die vom Hersteller ausgeschlossenen Bereiche berücksichtigen.

12. Die spätere Wartung ermöglichen

Eine Maschine, die nur am Installationstag zugänglich ist, ist schlecht installiert.

Folgende Arbeiten müssen möglich bleiben:

  • Filter und Verkleidungen herausnehmen;
  • Verflüssiger und Verdampfer reinigen;
  • die Ablaufwanne öffnen;
  • Ventilatoren und Heizungen ersetzen;
  • Ventile und Anschlüsse erreichen;
  • vor dem Schaltschrank arbeiten;
  • einen Verdichter oder ein Aggregat ausbauen;
  • die Anlage sicher erreichen;
  • Werkzeuge und Ersatzteile heranbringen;
  • eingreifen, ohne feste Regale demontieren oder andere Tätigkeiten unterbrechen zu müssen.

Erfahrung aus der Praxis: Der Technikraum wird während der Bauarbeiten oft verkleinert, weil er «leer» erscheint. Nach dem Einbau von Regalen, Kanälen und Verkleidungen kann aus einer Stunde Wartung ein ganzer Demontagetag werden.

Die Wartungsabstände sind im Plan einzuzeichnen und wie jeder andere funktionale Raumbedarf freizuhalten.

13. Bewilligungen, Lärm und die Koordination mit dem Gebäude prüfen

Eine kleine Kühlzelle im Innenraum und ein grosser Verflüssigungssatz im Freien haben nicht dieselben behördlichen Auswirkungen.

Vor der Bestellung ist mit den beteiligten Fachleuten und, soweit erforderlich, den zuständigen Behörden zu klären:

  • ob Baubewilligungen oder Meldungen nötig sind;
  • Vorgaben für Fassade, Dach oder Aussenbereich;
  • Lärmwirkung auf Wohnungen oder Hotelzimmer;
  • Brandschutz und Brandabschnitte;
  • Lasten auf der Gebäudekonstruktion;
  • Entwässerung und Gewässerschutz;
  • Vorgaben der Eigentümerschaft oder Gebäudeverwaltung;
  • Zugang für die Wartung;
  • Änderungen an der elektrischen Installation;
  • Art und Menge des Kältemittels.

In der Schweiz hängen Baubewilligungsverfahren und lokale Anforderungen auch von Kanton und Gemeinde ab. Der Lieferant der Kühlzelle sollte nicht pauschal erklären, es sei «keine Bewilligung nötig», ohne Standort und Arbeiten zu kennen.

14. Die Baustelle für den Montagetag vorbereiten

Eine Woche vor der Anlieferung sollten die bauseitigen Arbeiten zusammen mit dem endgültigen Plan kontrolliert werden.

Checkliste für die Bereitschaft des Aufstellraums

  • Fertigmasse und Position der Kühlzelle nochmals geprüft;

  • Lieferweg frei und geschützt;

  • Entladezone reserviert;

  • Boden trocken, sauber, eben und Tragfähigkeit bestätigt;

  • Schichtaufbau und Frostschutz der Tiefkühlzelle fertiggestellt;

  • Dampfsperre nicht durchbohrt;

  • Ablauf an vereinbarter Lage und Höhe vorhanden;

  • Stromversorgung verfügbar und geprüft;

  • allfälliges Netzwerk und Alarmkontakte vorbereitet;

  • Lüftung oder Wärmeabfuhr fertiggestellt;

  • Gebäudedurchführungen vorbereitet und geschützt;

  • Aufhängungen und Tragkonstruktionen fertiggestellt;

  • Decke und Wände frei von Kollisionen;

  • Baustellenbeleuchtung vorhanden;

  • andere Gewerke koordiniert;

  • Material vor Regen und Feuchtigkeit geschützt;

  • unverträgliche Nass-, Staub- und Schwerarbeiten abgeschlossen;

  • Bauverantwortliche und Kontaktdaten verfügbar;

  • notwendige Bewilligungen eingeholt;

  • Entsorgung von Abfällen und Verpackungen geregelt.

Ist eine kritische Voraussetzung nicht erfüllt, kann eine Verschiebung der Montage günstiger sein als eine irreversible Anpassung der Kühlzelle.

Pluskühlzelle, Tiefkühlzelle, Monoblock und Split: Was ändert sich?

Punkt Pluskühlzelle Tiefkühlzelle Monoblock Split
Boden Lösung mit oder ohne Bodenpaneel prüfen Dämmung und Frostrisiko entscheidend Abhängig von der Kühlzelle Abhängig von der Kühlzelle
Dampfsperre Wichtig Kritisch und durchgehend auf der warmen Seite Wie bei der Hülle Wie bei Hülle und Durchführungen
Ablauf Gefälle und Hygiene Gefälle, Dämmung und Frostschutz Oft nahe beim Aggregat Mit Verdampfer zu koordinieren
Wärme In der Regel geringere Last Höhere Last und mehr Abtauwärme Nahe der Kühlzelle abgeführt Verflüssiger kann anderswo stehen
Leitungen Systemabhängig Systemabhängig Kältekreislauf in der Regel integriert Leitungsweg, Höhendifferenz und Aufhängung zu planen
Tür Dichtheit und Sicherheit Heizung und Druck oft entscheidend Unabhängig vom Aggregat Unabhängig vom Aggregat
Elektrizität Maschinendaten Möglicherweise mehr Heizverbraucher Übergabepunkt nahe beim Aggregat Verbindungen zwischen Aggregaten und Komponenten
Wartungsraum Immer erforderlich Immer erforderlich Ausbau auf Warm- und Kaltseite Separater Zugang zu Verdampfer und Verflüssiger

Die Tabelle unterstützt die Bestandsaufnahme, ersetzt aber keine Planung.

Die häufigsten Fehler bei der Vorbereitung des Aufstellraums

Nur anhand der Innenmasse bestellen

Das Nutzvolumen berücksichtigt weder Paneelstärke noch umlaufende Abstände, Montage, Aggregate oder Wartungsraum.

Vor Abschluss der Ausbauarbeiten messen

Verputz, Fliesen, Decke und Leitungen verkleinern den verfügbaren Raum. Entscheidend sind die Fertigmasse.

Einen «gut ausgeführten» Boden als eben betrachten

Eine optisch regelmässige Oberfläche kann Gefälle oder Wellen aufweisen, die mit den Fugen der Kühlzelle unvereinbar sind.

Das Gefälle des Ablaufs unter die ganze Kühlzelle führen

Die Kühlzelle braucht eine ebene Aufstellfläche. Die Entwässerung ist mit einer Plattform oder umlaufenden Details zu koordinieren.

Die Radlast vergessen

Ein beladener Palettenhubwagen oder Transportwagen konzentriert das Gewicht auf kleine Flächen und kann die Bodenklasse überschreiten.

Den Verflüssiger in einen geschlossenen Raum stellen

Das Aggregat erwärmt seine Umgebung, erhöht den Verflüssigungsdruck und verliert an Effizienz.

Eine Steckdose ohne technisches Datenblatt vorbereiten

Spannung, Phasen, Leistung, Schutz und Anschlussart müssen anhand des endgültigen Modells bestätigt werden.

Den Ablauf zu hoch anordnen

Die Schwerkraft lässt sich nicht durch eine längere Leitung korrigieren. Eine in letzter Minute ergänzte Pumpe verursacht zusätzlichen Wartungsaufwand.

Nach der Montage bohren

Späte Bohrungen können Kabel, Verstärkungen, Abdichtungen oder die Dampfsperre beschädigen.

Die Kühlzellendecke als freie Ablagefläche nutzen

Paneele, Lasten und Zugang müssen geprüft werden. «Oben ist Platz» bedeutet nicht «dort darf etwas abgestellt werden».

Die Instandhaltung nicht berücksichtigen

Aggregate und Schaltschränke müssen auch nach dem Einbau von Regalen und anderer Haustechnik geöffnet und ersetzt werden können.

Welche Unterlagen vor der definitiven Bestellung erforderlich sind

Die Mindestunterlagen sollten Folgendes enthalten:

  • vermasster Grundriss des fertig ausgebauten Raums;
  • Schnitt mit Höhen und darüberliegenden Konstruktionen;
  • Lieferweg;
  • Layout der Kühlzelle und Türöffnung;
  • vorgesehene Lasten auf Boden und Tragwerk;
  • Schichtaufbau des Untergrunds, soweit relevant;
  • elektrische Daten der Geräte;
  • Entwässerungsschema;
  • Lage und Daten von Verdampfer und Verflüssiger;
  • Leitungsführung;
  • abzuführende Wärme und Lüftungslösung;
  • Kältemittel und vorgesehene Füllmenge;
  • Liste der enthaltenen und ausgeschlossenen Arbeiten;
  • Verantwortliche und Termin für jede bauseitige Leistung;
  • Inbetriebnahme- und Prüfplan.

Ein Panoramafoto ist hilfreich, ersetzt aber keine vermasste Aufnahme.

Vorschriften, Anweisungen und Empfehlungen richtig unterscheiden

Gesetzliche Anforderungen

Dazu gehören je nach Fall Bewilligungen für Kältemittel und Elektroinstallationen, Arbeitssicherheit, Lebensmittelhygiene, Brandschutz, Baurecht, Lärm, Entwässerung und anlagenbezogene Pflichten. Die Anwendbarkeit ist für das konkrete Projekt und den Standort zu prüfen.

Herstelleranweisungen

Sie definieren Ebenheit, Abstände, Umgebungstemperatur, Witterungsschutz, Anschlüsse, Lasten und Wartungsräume für das konkrete Produkt. Sie haben Vorrang vor allgemeinen Angaben in einem Ratgeber.

Technische Empfehlungen

Dazu gehören die Bestandsaufnahme am fertig ausgebauten Raum, Lasermessung, Fotos verdeckter Arbeiten, zusätzlicher Wartungsraum, Ablaufprobe und Koordinationssitzung vor der Lieferung. Sie können über das gesetzliche Minimum hinausgehen, weil sie spätere Änderungen und Betriebsunterbrüche reduzieren.

Fazit

Den Aufstellraum vorzubereiten bedeutet, eine Zeichnung in mess- und überprüfbare Bedingungen zu übersetzen.

Die Vorbereitung ist abgeschlossen, wenn:

  • die Kühlzelle physisch bis zum Aufstellort transportiert werden kann;
  • der Boden eben ist und die realen Lasten trägt;
  • der Untergrund der Tiefkühlzelle geschützt ist;
  • Masse und Freiräume Produkt und Wartung berücksichtigen;
  • Stromversorgung und Ablauf den definitiven Daten entsprechen;
  • der Verflüssiger die Wärme ohne Rückströmung abführen kann;
  • Durchführungen und Tragkonstruktionen geplant sind;
  • Sicherheit und Kältemittel beurteilt wurden;
  • jede Arbeit einer verantwortlichen Stelle zugewiesen ist.

Der wichtigste Grundsatz ist einfach: Die bauseitigen Voraussetzungen werden vor der Anlieferung der Kühlzelle geprüft, nicht erst während der Montage. Ein Tag für Bestandsaufnahme und Koordination kann wochenlange Anpassungen, Beanstandungen und beeinträchtigte Leistung vermeiden.

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SEO-FAQ

Wie viel Platz muss rund um eine Kühlzelle frei bleiben?

Das hängt von System, Temperatur, Kälteaggregat und Montageverfahren ab. Erforderlich sind die vom Hersteller genannten Abstände sowie zusätzlicher Platz für Montage und Wartung. Einen einzigen Wert, der für alle Kühlzellen gilt, gibt es nicht.

Muss der Boden vollkommen eben sein?

Er muss die Toleranzen des Herstellers erfüllen, stabil und ausreichend tragfähig sein. Gefälle für die Reinigung müssen so gelöst werden, dass die Aufstellfläche der Kühlzelle nicht geneigt ist. Die Kontrolle erfolgt vor der Montage mit Messgeräten.

Benötigt eine Tiefkühlzelle eine Bodenheizung?

Nicht immer dasselbe System, aber das Frostrisiko im Untergrund muss beurteilt werden. Erforderlich sein können Dämmung, Dampfsperre, Unterlüftung oder Frostschutzheizung. Die Lösung hängt von Konstruktion, Feuchtigkeit, Temperatur und Betriebsdauer ab.

Wie viel Lüftung benötigt ein Monoblock?

Der Luftvolumenstrom wird anhand der abzuführenden Wärme, der zulässigen Temperatur und der Raumbedingungen dimensioniert. Der Verflüssiger muss ausreichend kühle Luft ansaugen, ohne die warme Ausblasluft wieder anzusaugen. Die erforderlichen Daten liefern das technische Datenblatt des Aggregats und die Fachplanung.

Wo muss der Kondensatablauf liegen?

Er muss ein durchgehendes Gefälle von der Auffangwanne, Kontrollmöglichkeit und einen hygienischen Anschluss erlauben. In einer Tiefkühlzelle ist der frostgefährdete Abschnitt angemessen zu schützen. Lage, Höhe und Durchmesser müssen abgestimmt sein, bevor der Verdampfer befestigt wird.

Reicht es, eine Steckdose vorzubereiten?

Nur wenn der Hersteller tatsächlich ein steckerfertiges Gerät vorsieht und die Steckdose zu Spannung, Leistung und Schutz passt. Neue Leitungen, Änderungen und feste Anschlüsse müssen gemäss NIV durch bewilligtes Personal ausgeführt und kontrolliert werden.

Kann eine Kühlzelle im Freien aufgestellt werden?

Nur mit einem System und Schutz, die für diesen Standort ausgelegt sind. Zu berücksichtigen sind Regen, Schnee, Wind, Sonne, Temperaturen, Entwässerung, Lärm, Tragwerk, Wartung und Bewilligungen. Eine Kühlzelle für Innenräume darf nicht einfach unter ein Vordach gestellt werden.


Vorschläge für interne Links

  • Artikel 1: «Monoblock- oder Split-Kälteanlage: Welche Lösung ist die richtige?» — bei den unterschiedlichen bauseitigen Voraussetzungen.
  • Artikel 2: «Wie dimensioniert man eine professionelle Kühlzelle richtig?» — bei der Bestimmung von Leistung und abzuführender Wärme.
  • Artikel 3: «Standard-Kühlzelle oder Massanfertigung?» — bei der Aufnahme des Aufstellraums.
  • Artikel 7: «Kühlzelle selbst montieren: Was muss man wissen?» — von der Baustellencheckliste aus.
  • Artikel 8: «Die häufigsten Montagefehler bei Kühlzellen» — von den Abschnitten zu Aufstellfläche, Ablauf und Durchführungen aus.
  • Artikel 9: «Warum sollte eine Kühlzelle von Fachleuten installiert werden?» — im Abschnitt Verantwortlichkeiten.
  • Artikel 11: «Wozu dient ein Druckausgleichsventil?» — im Abschnitt zur Tiefkühlzelle.
  • Artikel 12: «Wie wird ein Druckausgleichsventil richtig installiert?» — von der Planung der Durchführungen aus.
  • Artikel 15: «Wie funktioniert die Wärmedämmung einer Kühlzelle?» — vom Abschnitt zur Tiefkühlzelle aus.
  • Artikel 18: «Wärmebrücken bei Kühlzellen» — vom Abschnitt zur Dampfsperre aus.
  • Artikel 25: «Warum verbraucht eine Kühlzelle zu viel Energie?» — von der Verflüssigerlüftung aus.
  • Seite Kühlzellen: aus der CTA.
  • Seite Technischer Service: aus dem Abschnitt zur späteren Wartung.

 

Konsultierte Primärquellen und Referenzen

Quellen geprüft am 30. August 2026.

  1. Gastro Ingross — Technisches Handbuch für professionelle Kühlzellen, aktualisiertes Inhaltsverzeichnis der Serie:
    https://gastro-ingross.ch/it/blog/manuale-tecnico-per-celle-frigorifere-professionali/
  2. Viessmann Refrigeration Solutions — TectoCell Standard Plus, Produktseite und Montage- und Betriebsanleitung 5777744-01, Ausgabe 07/2024: Ebenheit, Raumbedingungen, Abstände, Lüftung, Untergrund und Witterungsschutz. Die genannten Werte gelten für dieses System:
    https://www.viessmann-cold.com/de/tectocell-standard-plus
  3. Fedlex — Hygieneverordnung des EDI (HyV; SR 817.024.1):
    https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2017/183/de
  4. ESTI — Bewilligungen NIV, Rahmenbedingungen für elektrische Installationen, Änderungen und Anschlüsse:
    https://www.esti.admin.ch/de/themen/bewilligungen-niv-uebersicht/bewilligungen-niv
  5. Fedlex — Verordnung über elektrische Niederspannungsinstallationen (NIV; SR 734.27):
    https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2002/22/de
  6. EnergieSchweiz/BFE — Jährlicher Kälte-Check, Ausgabe 02/2025: freie Ansaugung, Verflüssigung und Abführung der Abwärme:
    https://pubdb.bfe.admin.ch/de/publication/download/6477
  7. EnergieSchweiz/BFE — Zufrieden mit neuen Kälteanlagen, Leistungsgarantie, Ausgabe 04/2024: Bedarfsklärung, Projektierung, Verbrauch, Inbetriebnahme und Instruktion:
    https://pubdb.bfe.admin.ch/de/publication/download/9381
  8. BAFU — Kältemittel, Anhang 2.10 ChemRRV und Stand der Technik:
    https://www.bafu.admin.ch/de/kaeltemittel
  9. BAFU — Fachbewilligung für den Umgang mit Kältemitteln:
    https://www.bafu.admin.ch/de/fachbewilligung-fuer-den-umgang-mit-kaeltemitteln
  10. Suva — Explosionsschutz, Publikation 2153.D, Ausgabe 1. Juli 2024:
    https://www.suva.ch/de-ch/download/dokument/explosionsschutz—grundsaetze–mindestvorschriften–zonen/explosionsschutz—grundsaetze–mindestvorschriften–zonen–2153.D
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